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Ach du dickes Ei! (09.04.2016)

 

Ostern ist längst gegessen, dennoch kommen wir noch immer nicht ganz aus dieser Eierei heraus.

 

Ein Otto-Normal-Ei kann ab Legezeitpunkt 28 Tage lang ohne große Bedenken konsumiert werden. Darüber hinaus handelt es sich bei der Haltbarkeitsangabe um das Mindesthaltbarkeitsdatum, was bedeutet, dass es auf „5 Minuten“ mehr auch nicht ankommt. Man sollte lediglich überprüfen, ob das Ei nicht gerade einen Reinkarnationsprozess durchläuft. Gut erhitzt und 1 Woche vor Ablauf gekühlt, sollte es keine Probleme geben.

Zu haken beginnt es erst, wenn dieses MHD falsch angegeben worden ist.

So jüngst geschehen.

Ein namhafter Discounter musste in Teilen von Deutschland sehr, sehr viele Eier zurückrufen lassen, weil statt des 7.4. der 7.6. abgedruckt worden ist.

Ungünstig.

Aber mal ehrlich…so mit etwas gesundem Menschenverstand betrachtet:

Ein Ei, das am Ende potentiell 2 Monate plus die oben beschriebenen 28 Tage alt ist….ähm….würde ich nicht mehr als Frischware bezeichnen. Solche Exemplare würden vom Prinzip her fast 3 mal so alt wie ein hochgezüchteter Mastbroiler zum Schlachtzeitpunkt sein. Da kann doch was nicht ganz stimmen.

Das Ei(klar) enthält keimhemmende Stoffe, aber DAS würde wahrscheinlich selbst das härteste unter den ovalen Kerlchen umhauen, bzw. den Konsumenten, dem die fauligen Ausdünstungen in die Nase steigen würden, wenn sich das Ei nicht bereits selbstständig mit einem Knall eliminiert hätte.

Bezüglich Ostern wird ja gern mal gemunkelt, dass aus Versehen mit Absicht ein „Etikettierungsfehler“ passieren könnte, um den erhöhten Bedarf bereits im Vorfeld und auf längere Sicht hin abzusichern. In diesem Falle hätte wohl jemand „etwas“ über die Stränge geschlagen….vielleicht stand der taufrische Azubi (nach einer durchzechten Nacht in einem dieser ominösen Cafés Amsterdams) an der Druckermaschine…wer weiß?

 

 

Ich bin geneigt, einmal auszutesten, wie sich solch ein Ovoid nach 3 Monaten so darstellt. Ich überlege noch, ob ich diese experimentelle Studie in meinen Vier Wänden austesten möchte oder lieber in einen Hochsicherheitsbunker ausweichen sollte. Nicht, dass die ABC-Abwehr der Bundeswehr an meiner Wohnungstür klingeln muss…