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Von und zu… (08.05.2016)

 

 

Man kann von ihnen halten, was man möchte, aber Kalorientierchen verbinden ganz offensichtlich die Massen*. Dafür spendierte ich den Leckermäulern heute Morgen großzügig eine Runde Zucker im Kaffee. Weil Sonntag ist.

Angelockt vom sirenenhaften Gesang dieser Süßholzraspler und Zucker um den Bart (vorhanden oder nicht) Schmierer fand sich nämlich jüngst eine weitere Leserin ein, um unter (Lach)Tränen gemeinsam auf einen Abgesang gegen diese Kerlchen einzustimmen. Nicht, dass wir es nötig hätten, aber man kann und darf sich schließlich stets gern von seiner empathischen Seite zeigen und sich mit jenen solidarisch stellen, an welchen diese unheimlichen Gestaltenverzerrer einen Narren gefressen haben mögen. Wir sind mit euch!

Recht unprätentiös schreibt, kocht, umsorgt, wickelt und formt sie sich ihren Alltag, dass es eine wahre (Lebens)Freude ist. Herzlich willkommen, MajavonSchwartzenberg!

Bei ihr wird Yoga zu Moderner Kunst, aus wenig Aufwand viel und aus durchfälligen Katzen sowie siebenköpfig fressenden Raupen** das tägliche workout für die Lachmuskulatur.

Sehr empfehlenswert!

 

 

 

* Entschuldigt bitte diese Plattitüde! Ihr dürft auch gern das Strafmaß festlegen…einen Tag im Schlaraffenland oder zwanzig Gläser Nuss-Nougat-Creme auf ex. Zur Abstimmung geht es HIER (einfach anklicken…) entlang.

** Was hinein möchte, kommt auch zumindest in Teilen zwangsläufig wieder heraus….das ist nun einmal das Massenerhaltungsgesetz, falls ihr im Chemieunterricht gut aufgepasst habt. Vorausgesetzt man geht davon aus, dass es sich bei einem Kind um ein geschlossenes System handelt. Vorausgesetzt sei auch, dass man im Physikunterricht nicht so richtig (geistig) anwesend war, als es um den Massendefekt ging…

 

 


Defäkatorische Idylle (19.12.2014)

 

Es ist Freitagmorgen, ein wohl wie seit langem grauer Tag bricht an. Ich stehe am Küchenfenster und genehmige mir eine Tasse Kaffee, während ich im Hintergrund den mittlerweile vertrauten Geräuschen (bin jetzt noch halb taub von dieser grässlichen Säge) arbeitender Handwerker lausche.

Unten auf der Straße: Zwei Frauen mit ihren drei kleinen Schoßhündchen. Tätschelnd streicht die eine ihrem pelzigen Kind über den Kopf. „Fein gemacht“, kann ich von hier oben erahnen. Im nächsten Moment bücken sich die beiden Damen und beginnen synchron, sich der offensichtlich als Meilensteine des Erfolgs (ich hoffe, dass die Hunde nicht ganz so hartleibig daherkamen) einzustufenden Endprodukten einer jeden natürlichen Verdauungsleistung anzunehmen.

Hey, das ist doch wirklich mal eine klasse Leistung! Nicht nur von den Fiffies, die schwanzwedelnd zuschauten, wie andere ihre Häufchen einsammelten (garniert mit eigenem, demonstrativ stolzem Verscharrversuch), sondern auch von den beiden Frauen. In einer Kleinstadt, wo man ständig um Tretminen herumtänzeln muss, fordert mir das Respekt ab.

Zwar sollte es selbstverständlich sein (!), aber sich gegen den Strom aus renitent die angefallenen Hinterlassenschaften liegen lassenden Hundebesitzern zu stellen, ist eine feine Sache. Sie hätten ja auch den Weg des geringsten Widerstandes (unter ästhetischen und olfaktorischen Aspekten betrachtet) gehen können.
Zwar war der Ort der Defäkation nicht ganz astrein durchdacht (direkt vor einer Bank….zum Sitzen), aber wenn es kommt, dann kommt es eben und deshalb möchte ich nicht päbstlicher als der Pabst sein.

Weiter so, meine Damen (und alle, die einen Hund ihr Eigen nennen)!