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Viel mehr braucht es nicht (30.09.2015)

 

Freunde der Nacht, ich darf euch einen weiteren Gast vorstellen.

 

Ein Berliner Pflänzchen hat sich in die meinige Pampa verirrt.

Mit Großstadtsmog kann ich leider nicht dienen, aber hoffentlich mit regelmäßigem Lesevergnügen…ganz ohne Teerstaub und Stickoxiden. Sterben tun wir trotzdem…irgendwann. Vorerst genießen wir die Gesundheit. Noch mehr geht nicht, gibt’s nicht! Außer als Blognamen. Es gibt immer mehr im Leben! Anderswo ist vielleicht das Gras in bestimmten Situationen grüner, aber halbtot nützt es auch nicht viel…da kann man Netz haben, wie man will. 😉

Herzlich willkommen, Wuschol!

 

 

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Wie man es dreht und wendet… (14.11.2014)

 

Puhh, endlich komme ich mal wieder zum Schreiben, obwohl sich im Augenblick um mich herum die Kisten türmen und ich gerade zwischen drei verschiedenen Städten hin und her springen muss, um alles organisiert zu bekommen. Aber: Es wird! Und hoffentlich alles gut!

 

Dieses Städte-Hüpfen hat es mit sich gebracht, dass ich mal wieder Bahn fahren musste. Jepp, ich habe es gewagt nach all dem Rummel und wurde nicht enttäuscht….der Zug hatte erstmal knackige 20 Minuten Verspätung.

Kann passieren…nur der Grund mutete etwas kurios an: Es lag wohl an einer verspäteten Bereitstellung.

Jooouuu, was sagt man dazu. Der Zug fährt ja auch nur *Ironie anknipps* einmal im Jahr….* Ironie aus*. Da kann man schon mal vergessen, ihn rechtzeitig auf Reisen zu schicken. Wie auch immer. Also warteten wir.

 

Dann im Zug. Arbeitsam wuselte die Schaffnerin umher und wurde in ihrem Fluss jäh unterbrochen.

QUERFORMAT!

Eine Reisende hatte ihr Ticket in Querformat ausgedruckt. Das geht ja mal gar nicht! Wie soll da der arme Stempel-Locher noch  an die zum Lochen vorgesehene Stelle im Zentrum des verqueren Papieres reichen?!

Die Bahnbedienstete machte ihren Unmut direkt Luft. „Das ist aber falsch!“, blökte es ohne Vorankündigung. Die Reisende blickte verstört auf und wurde sogleich ob des weltumstürzenden Formatproblems aufgeklärt. „Aber das hat es automatisch so ausgedruckt,“ versuchte die Angeklagte ihre Missetat zu erklären. „Dann ist Ihr Drucker falsch eingestellt,“ beharrte die Knipserin.

Nach einigem Hin und Her ließ die Schaffnerin dann doch noch huldvoll Gnade walten und wartete sicher vergeblich auf Dankesworte für ihre Nachsichtigkeit. Wohin sie schließlich ihr Stempelchen hindrückte, blieb mir aber verborgen.

Steht irgendwo, dass es Hochformat sein muss? Bitte melden bei fundiert recherchierter Auskunft! Und wenn nicht, dann muss das eben irgendwo stehen! Die Menschen werden doch sonst auch überall an die Hand genommen….Haustiere nicht im Trockner trocknen, den Föhn nicht in der gefüllten Badewanne anwenden, …..

 

Als ich danach so ganz zufällig über Kleinkariertheit und Sonderformatregelungen für Bahn-Locher grübelte, geschah es…mit einem Zischen blieb der Zug zu guter Letzt auch noch stehen….mitten in der Pampa Sachsen-Anhalts.

Hocherfreut registrierten dies meine Synapsen und klatschten Beifall…erst zu spät und dann bleiben wir ganz stehen? Perfekt! Ich sah vor meinem inneren Auge bereits die Felle fortschwimmen…äh den Fernbus abfahren…mitsamt der Konsequenzen, die dieser Ausfall für meine stabsmäßig geplante Organisation bedeutet hätte.

Eine Stimme riss mich aus meinen „Mordgedanken“….„Aufgrund eines Rechnerabsturzes verzögert sich diese Fahrt um wenige Minuten.“ Ich musste mir ein bitterböses Lachen verkneifen….wir wissen ja alle, was „wenige Minuten“ bei der Bahn bedeutet.

Sack Zement! Was habe ich verbrochen, dass ich heute wieder solch einen goldenen Glückgriff in die Zugtoilette tätigen durfte?!

 

Kurzum: Am Ende des Tages kann ich erleichtert sagen, dass ich doch geschafft habe, was ich wollte (und musste).