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Vorsicht: Steinchen! ODER Kleine Ursache, große Wirkung (24.09.2016)

 

 

Kennt ihr das? Man glaubt, alles würde soweit relativ reibungslos (von der einen oder anderen Motivationsschwäche, alias Verschieberitis, mal abgesehen) vonstatten gehen, und schon drängt sich ein neuer Umstand auf, auf den man liebend gern verzichten würde, besäße man die Option auf freie Meinungs- und Wunschäußerung.

Steinschläge im Autolack gehören zu diesen Umständ(lichkeit)en, über welche ich nur die Augen verdrehen könnte. Für solche Dinge fehlt mir der nötige Nerv und die dazu passende Gelassenheit.

 

Vor nicht allzu langer Zeit hatte man sich dazu entschlossen, über mehrere Kilometer hin jene Straße aufzuarbeiten, welche ich (arbeitstag)täglich zu befahren habe. Man walzte hierzu einige, wirr und scheinbar ohne Plan angeordnete Flicken Bitumen unterschiedlichster Größe auf die eigentlich noch recht ordentliche Asphaltdecke (ruinierte damit auch gleich über Kilometer hinweg den gesamten Fahrkomfort!!!) und warf tonnenweise Rollsplitt hinterher, stellte ein entsprechendes Gefahrenschild auf und wartete, bis der rollende Verkehr alles schön angedrückt oder gen Straßengraben, Frontscheibe des Hintermannes (oder der Hinterfrau) oder quer durch die Botanik geschnippst hatte.

Mit jedem Einschlag zuckte ich unweigerlich zusammen und fühlte förmlich mit meinem maltretierten Vehikel mit. >>Pling<<

Die Geschwindigkeit angepasst zu reduzieren und einen großen Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu halten, ist nur solange hilfreich, wie sich keiner ungeduldig vordrängelt und knapp vor einem wieder einschert, oder man keinen Gegenverkehr hat. So ein kleines, spitzkantiges Steinchen kann weit fliegen und immernoch eine recht große Einschlagskraft besitzen, zumal sich Gegengeschwindigkeiten aufsummieren.

Nicht nur einmal befürchtete ich ein gefährliches Knacken in der Windschutzscheibe. Das blieb zum Glück aus, doch die letzte, liebevoll per Hand vorgearbeitete Autowäsche offenbarte dafür ein anderes Malheur in Form eines Lack-Steinschlages, den ich so nicht einfach wegignorieren kann und möchte.

Okay, die Welt wird dadurch heute nicht mehr untergehen. Auch morgen nicht. Vielleicht erst überüberübermorgen. Dennoch empfinde ich solche „Überraschungen“ als nicht sehr berauschend. Meine recht unterkühlt ausfallende Begeisterung hält sich bis dato daher in Grenzen. Ein wilder Streuselkuchen ist das letzte, was ich als fahrbaren Untersatz benennen müssen möchte. Gebrauchsgegenstand hin, Gebrauchsgegenstand her. Da bin ich pingelig und verstehe, wenn andere darüber den Kopf schütteln, ob ich denn keine anderen Sorgen hätte. (Doch, die habe ich auch!)

Und schon wieder ist man sinnloserweise am Grübeln, ob man besser zur Werkstatt gehen, um Korrosion rechtzeitig durch professionelle Versiegelung zu verhindern (der Krater ist schließlich tief genug), oder doch die do-it-youself-Variante wählen sollte, die weitaus günstiger ausfallen dürfte, jedoch befürchten lässt, dass es hinterher nicht wirklich besser, möglicherweise sogar schlechter aussehen könnte.

Also recherchierte ich quer durch die weltweite Vernetzung, las hier und dort….und bin so klug als wie zuvor! Dem Faustschen Monolog sei Dank.

Folgende Fragestellung keimte alsbald in mir auf:

Sollte es am Ende professionell aussehen, oder darf es auch einfach nur „ganz gut“ sein?

Ganz klar: Professionell!

Das Problem: Am Ende kostet sämtliches Equipment für die High-End-Bastelei daheim genauso viel, wie ein Werkstattbesuch. Zwei linke Hände mit alles nur Daumen wurden bei dieser Kalkulation ausgeschlossen, da es sonst nicht wirklich Sinn machen würde.

Darf es auch etwas günstiger sein?

Sehr gern!

Wenn man nicht gerade eine Sonderspeziallackfarbe wie Toffee-Nougat-Goldflitter-vor-Sonnenuntergang oder im-Mund-zergehendes-Himbeerbonbon-an-Minzfüllung vorliegen hat, dann dürfte es wahrscheinlich auch nicht so kompliziert sein.

Hoffe ich doch.

Hauptsache, es rostet nichts. Das wäre wirklich schade.

 

Zu welchem Schluss bin ich hernach gekommen?

Viel hässlicher, als es jetzt ist, kann es nicht werden….wir werden es sehen, denke ich. Aber ich habe jetzt schon keine Lust darauf. Manchmal könnte ich etwas mehr Gelassenheit und dafür etwas weniger Mücken-zu-Elefanten-Transferierungen benötigen. UND: Rollsplitt ist doof! 🙂

 

 

 

 

 

 

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Verbissen (07.11.2015)

 

Solltet ihr mit eurer „vielen“ Freizeit und/oder eurem Haufen überschüssigen Geldes nichts anzufangen wissen, dann schafft euch einen Marder an, lasst ihm freie Entfaltungsmöglichkeiten im Motorraum eures Autos und wartet ab, bis einer seiner Konkurrenten auf dessen abgesetzte Duftmarker anspringt und sich an Schläuchen oder (noch schlimmer) Kabelbäumen gütlich tut.

Und schon habt ihr ausreichend Beschäftigung in Form von Werkstattterminen und einen Grund, sinnlos Geld ausgeben zu dürfen.

Klingt das nicht verlockend?

Ich hoffe ihr versteht, wenn ich selbst nicht ganz so begeisterungsfähig für solche Aktionen bin.

Einfach mal den Kopf abzuschalten und sich um nichts (außer den alltäglichen Haushalt) Gedanken machen zu müssen nach einem kopflastigen Arbeitsalltag, ist wohl zu viel verlangt. Offensichtlich. Selbst die längst geplanten Malerarbeiten kommen nicht voran, weil ich entweder keine Zeit habe, oder keine Zeit dafür haben möchte, da es mit einem einfachen Pinselstrich nun mal nicht getan ist, sondern umständliche Abklebearbeiten und Nacharbeiten mit sich zieht. Da gönne ich mir lieber etwas Zeit für meinen Blog und das Durchstöbern von Kreativeinheiten meiner Leserschaft, bis Hypnos mich in sein Reich zitiert.

Fazit dieser Woche:

Zwei kurze Nachmittage/frühe Abendstunden und ein paar Euronen habe ich eingebüßt.

(Keine Sorge…die Butter auf dem Brot kann ich mir noch leisten. Ich bitte daher darum, von Spenden und Almosen abzusehen. Andere haben es nötiger. Eine Dose Mitleid nehme ich gern entgegen. *auf der Tränendrüse herumquetsch* Nee, alles ok. Es geht mir gut.^^ )

Es ist mir jedenfalls ein Rätsel, warum eine Sinnlosbeschäftigung auf die nächste folgt. Es könnte mir ja sonst dermaßen langweilig werden*. Außerdem ist ein abruptes Absetzen von geistiger und körperlicher Aktivität nicht gesund, weshalb man auch in der Freizeit nicht gänzlich davon Abstand nehmen sollte. So meine Theorie.

Mal schauen, ob und wann ich die Wandbemalung in furiosem Weiß noch in diesem Jahr unterkriege. Eigentlich würde es mir ein gutes Gefühl geben, mit der leidigen Reparaturgeschichte zum neuen Jahr abgeschlossen haben zu können. Eigentlich. Ich befrag‘ mal eben mein Motiviertierchen**.

 

 

 

* Ach, wie viele Bücher noch ungelesen im Regal auf meine Inaugenscheinnahme warten…

** Oh, besetzt. Es telefoniert wohl gerade mit dem Schweinehund. Auf meine Kosten! Tsetsetse.

 

 


Kommunikation ist alles! (29.09.2015)

 

 

Ich genieße gerade Urlaub und habe mir extra einen Reparaturtermin eines sich abhebenden Fliesenspiegels in diese Zeit legen lassen, damit ich nicht meine kostbare Arbeitszeit (mitsamt imposanter Überstundensammlung) verschwenden muss.

 

Der Mangel besteht seit Frühjahr (ich berichtete). Seitdem renne ich der Bande (Hausverwaltung, Handwerkertrupp) hinterher. Nun sollte sich endlich etwas tun…schwarz auf weiß hatte ich es vor mir zu stehen.

 

Pünktlich 7Uhr an diesem wundervollen, noch nebelverhangenen Dienstag stand ich parat und auf Empfang.

Das folgende Prozedere nur kurz im Telegrammstil:

Ich wartete—eine Viertelstunde (das „akademische Viertel“ kenne ich zu meinem überpünktlichen Leidwesen bestens^^)—eine halbe Stunde—der erste Anruf beim Handwerker—keiner erreichbar—eine Stunde—zweiter Anruf—keiner da—sms an den Hausmeister—er würde auch niemanden erreichen—weiter warten—Anruf bei der Hausverwaltung—zuständige Madame nicht am Platz—weiter warten—dritter Anruf beim Handwerker—HEUREKA!—er geht ran UND erklärt mir, dass der Auftrag für MITTWOCH festgesetzt worden ist!

 

Ich blickte nicht schlecht aus der Wäsche, denn mir wurde wiederum schriftlich bestätigt, dass der Dienstag veranschlagt worden ist.

 

*KOPF DREIMAL GANZ, GANZ FEST AUF TISCHPLATTE*

 

Wie sagt man so schön: Kommunikation ist alles!

Aber klar sitze ich gerne meine Vormittage mit Warten ab, während draußen die Sonne lacht. Im Urlaub geht das schon mal. Dafür ist er schließlich da…zum Nichtstun….und geistigen Abschalten (das impliziert aber nicht, dass das auch parallel auf andere übergehen sollte!).

Nur würde ich mir diese Art von Freizeitgestaltung bitteschön gern selbst in meinen Tagesplan eintakten wollen.

 

Manchmal kann man die Augen gar nicht so stark rollen, wie man wöllte. Oder so viel mehr kotzen*, als man überhaupt essen könnte.

Nun hoffe ich eben auf morgen…Hauptsache ist, dass sich dann auch alles endlich mal zum Guten wendet! Dann mache ich drei Kreuze im Kalender, oder stifte gleich einen ganzen Friedhof!

 

 

 

* Entschuldigt bitte mein unflätiges Verhalten! Derlei unkontrolliert motivierte „rückläufige Peristaltik“/emotionsgesteuerter Vomitus gehört sich eigentlich nicht. Aber was raus muss…