Schlagwort-Archive: Rezepte

Für heiße Sommertage (25.05.2017)

 

 

Alle jenen, die normalerweise wie ich vermutlich nie bis gar nicht auf die täglich empfohlene Flüssigkeitsmenge kommen, möchte ich hiermit eine wirklich sehr erfrischende Rezeptur vorstellen. Und allen anderen Interessierten natürlich auch.

Das Tolle an der Sache: Das Getränk spendet nicht nur seinen Beitrag zur Verhinderung, dass ihr wie eine schrumpelige Rosine enden müsst, nein, ihr werdet vielleicht sogar zum Gesprächsthema im Büro oder wo ihr euch sonst so aufhalten möget.

Das Sujet des Unterhaltungsstoffes reicht von Rezeptanfragen (eher weiblich dominiert) bis hin zur Fachsimpelei, welche Assoziationen die Optik so heraufbeschwören könnte bzw. aus welchem Dorfteich man denn das herausgeholt habe (von Seiten der Herrschaften). Ich versichere, dass da kein armes Fischlein seinem Lebensraum entrissen worden ist. Alles ganz vegan.

Und ausgesprochen lecker.

 

Man nehme für insgesamt 600 ml (so groß ist mein Becher für unterwegs 🙂 ):

  • 1 kleine bis mittlere Limette (unbehandelt); ausquetschen und wenn man mag, die Überreste mit in das Gefäß geben
  • Ingwer je nach gusto (je mehr, desto schärfer); auf einer feinen Reibe in den Becher raspeln
  • Minze…ebenfalls je nach Geschmack; etwas zerreißen, damit die ätherischen Öle freigesetzt werden
  • für die Süßen wie mich: ein kleines Bisschen Agavendicksaft (oder was auch immer) hinzufügen
  • alles mit Wasser aufgießen
  • Eiswürfel dazu

FERTIG!

 

HOCH DIE TASSEN!

 

 

 

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Willkommensgrüße (09.01.2017)

 

Ich habe es ganz versäumt, die große Schar an Neuankömmlingen im hochgeschätzten Lesekreis zu begrüßen….seht es mir bitte gnädig nach. Es freut mich sehr, dass sich peu à peu immer wieder jemand hier hin verirrt, egal ob willentlich oder primär aus Versehen.

An dieser Stelle begrüße ich also: Emmi (Emmi‘ s Cookinside.blog), Simmis Mama, Smamap, helionelle, Chaossoul, sowie Danuta und Manuela von „The Recipettes“ aus Österreich!

Man liest sich!


Backkunst…eindeutig Geschmackssache! (03.01.2016)

 

 

[Offenbar habe ich die Weihnachtszeit noch nicht ganz überwunden…]

 

Wenn man nicht recht weiß, was man anderen schenken soll, dann geht Handarbeit immer. Irgendwie.

Zumindest vermutet man in Selbstgemachten etwas mehr hierfür geopfertes Herzblut, als in womöglich ideenlos dahergekauftem Krempel oder Tand (um krasse Beispiele zu nennen), der entweder prima als Staubfänger fungiert (sich aber sonst für keinerlei Funktion qualifiziert), nachher höchstbietend auf diversen Portalen verscherbelt wird oder die Poleposition für das nächste Schrottwichteln (Ja, nach Weihnachten ist VOR Weihnachten!) einnimmt.

Welche Option hat man denn so?

Malen/Zeichnen, Basteln, ein exklusiv dem Beschenkten vorbehaltenes Blockflötensolo (wahlweise die Blockflöte gegen eine Triangel austauschen) aufführen, … oder Backen.

Ich entschied mich aus diversen Gründen (fehlende Muse; mäßiges Talent) für letzteres.

Kekse. Die gehen immer, dachte ich mir.

Also gab es Kekse, um die Weihnachtszeit auch langläufig und irgendwie liebevoller bezeichnet als Plätzchen (wahrscheinlich liegt es an der -chen-Verniedlichung).

Für die Familie, für die engsten Kollegen, hilfsbereite Nachbarn/Hausbewohner…

 

Man lobt sich ja nicht selber, aber ich fand sie ganz passabel, will heißen: Essbar ohne perakute Symptomatiken. Etwas freihändische Konfiguration war zwar nötig- offenbar müssen die Rezeptetüftler an Mehl sparen, von der obligatorischen Prise Salz mal abgesehen- und dennoch sah das Endergebnis nach Plätzchen aus und schmeckte auch so. Das war ja schon einmal die halbe Miete. Durch einen etwas großzügigeren Einsatz von Orangenabrieb (aber nicht zu viel!) gab ich dem ganzen noch meine Handschrift unten ins Kleingedruckte als gratis Beilage (andere legen ein Spielzeug bei…) hinzu.

Fertig.

 

Das Echo war durchaus positiv (heute erst wieder welche abgeholt 🙂 ), was mich sehr gefreut hat. Das Rezept kann also uneingeschränkt weiterempfohlen werden.

Nun gut, beinahe uneingeschränkt.

Eine mir sehr wichtige Person konterte nämlich meinen Backkünsten: MEINE schmecken mir trotzdem noch besser.

Touché und Schachmatt.

 

Tja, so ist das Leben. Reine Geschmackssache. Gegen ein Familienrezept revoluzioniert  man eben nicht mit Zahnstochern. Das muss man wohl so gelten lassen. Am Ende zählt ja auch das Nebeneinander, finde ich. 😉

 

Für alle Neugierigen hier die Teigrezeptur:

250g Mehl (oder etwas mehr), 1/2TL Backpulver, 100g Puderzucker, Orangenschalenabrieb (nach Geschmack), 125g weiche Butter, 1 Ei, 1 Prise Salz verkneten und am besten etwas ruhen lassen, ausstechen/flexen/feuerradln/schreinern und zum Schluss natürlich auch backen (ca. 10min…gut im Auge behalten).

Was ihr daraus backt (Weihnachtsfiguren, Ostervariationen, Traummänner/-Frauen…), bleibt euch überlassen.

Viel Freude damit und lasst die Kalorientierchen einfach mal Kalorientierchen sein….also Butter bei die Fische!

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte das Krümelmonster oder das Krümelmonster.

 

S[Punkt]

 

 

 


Etwas „Bjutie“, Katzen und ein dreifacher Bypass (19.10.2016)

 

 

Die gute Stube füllt sich:

Nämlich mit Miezekatzen (kittensandhumans), Rezepten über bereits beim bloßen Anblick zu dreifachen Bypässen befähigten Brownies* (blogsonfood) und Seminare glückslosenden** Studentinnen (Tatjana vom BjutieBlog).

Herzlich willkommen! You are welcome!

 

 

* Your Triple Bypass Brownie really looks like a triple coronary artery bypass. Minimum! 🙂

** Was bin ich froh, dass in meinem Studiengang alles durchgetaktet war. Zwar ging es von früh bis spät, aber es bestand stets eine Einlassgarantie…zumindestens ein paar Tage nach Semesterauftakt, als bereits die Motivation und der Vorlesungsmarathonwetteifer des einen oder anderen Kommilitonen/der einen oder anderen Kommilitonin nachgelassen hatte und nicht mehr jeder Platz (auch auf den Treppen) besetzt war.

 

 

 


Der etwas andere Snack- Norwegen im Schnelldurchlauf IV (05.08.2016)

 

 

Heute mal etwas Passendes zur gleich anstehenden Primetime:

 

Naschwerk:

 

Welcher Mensch ist nicht schon mindestens einmal dem eigenen schwachen Fleische erlegen und maß bequem dahingefläzt*- dabei genüsslich Chips mümmelnd- die Länge des Sofas aus der waagerechten Position heraus aus?!

Wer sich nun ertappt fühlt, braucht jetzt nicht gleich schameserrötet und mit überlaut knisterndem Geraschel das Corpus delicti hinter der Rückansicht verbergen. Ich habe es eh schon gesehen! Gebt euch keine Mühe.

Aber vielleicht möchtet ihr ja auf einen etwas anderen Snack umsteigen? Der ist sicher gesünder, enthält wichtige Fettsäuren  und euren Salzhaushalt habt ihr nach einer Hand voll noch nicht einmal ansatzweise überstrapaziert. Und was für die alten Seefahrer gut gewesen ist, kann für euch nicht schädlich sein.

Klingt verheißungsvoll, nicht wahr?

Nun…lasst es mich jedoch ehrlicherweise so ausdrücken:

Solltet ihr euch nicht am Duft von Trimethylaminen stören, eine Komponente des berühmt-berüchtigten Fischgeruches, dann hätte ich da einen exklusiven Geheimtipp, an dem ihr unter Garantie etwas länger zu kauen haben werdet. Wie schnell verschwindet denn eine handelsübliche Chipstüte! Kaum geöffnet, ist sie auch schon wieder bis auf das letzte Krümelchen geleert. Das kann euch bei diesem Snack nicht passieren.

Ein Mitreisender hatte den Selbstversuch gewagt- er erfreute sich übrigens bezüglich dieses Belanges auch einige Zeit später noch bester Gesundheit- und sein Erfahrungsbericht endete dahingehend, dass die Kostprobe von ihm geschätzte 20 Minuten lang im Mund verblieben ist, um sie ständig kauender- und einspeichelnderweise doch noch gen Magen befördert zu bekommen.

Es handelte sich um Stockfisch, ein typisches Produkt von den Lofoten, wo das Klima derart passend ist, dass die Konservierung von Fisch (insbesondere Dorsch) alleinig durch die Trocknung erfolgen kann. Man entfernt lediglich den Kopf und kehrt das Innerste (des Meeresbewohners natürlich!) nach außen. Danach ist der Fisch hart wie ein Brett. Im Gegensatz dazu gibt es noch den Klippfisch, der jedoch eröffnet und zum Zwecke der Entwässerung einer Salzung unterzogen wird, bevor an die frische Luft gehängt wird.

Früher stand in den Küchen der Holzhütten ein dicker Hackklotz, auf dem das getrocknete Produkt brachial zerteilt wurde. Exemplare dieser grauen Vorzeit kann man jetzt noch in diversen Freilichtmuseen in Augenschein nehmen. Dazumal wurde der Fisch auch eher nicht als profaner Snack verzehrt, sondern war Hauptbestandteil der Mahlzeiten. Man weichte ihn über längere Zeit ein- z.B. in Wasser oder auch Milch- und kochte ihn ganz normal, sobald er seine weitestgehend ursprüngliche Konsistenz wiedererlangt hatte.

Norwegen exportierte den Stockfisch in großen Mengen und auch heute noch schätzt man ihn gerade in Portugal und Spanien bzw. allgemein in der Mittelmeerregion. Bacalhau ist eines der Nationalgerichte Portugals schlechthin und es gibt davon wahrscheinlich mindestens genauso viele Rezepte wie das Jahr Tage hat.

In Norwegen und Island isst man den Trockenfisch aber auch gern roh, als Snack oder Zwischenmahlzeit.

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Vielleicht hat der ein oder andere nun Blut geleckt. Ich könnte es aber genauso gut verstehen, solltet ihr bei Chips und Erdnussflips bleiben wollen. Den Odeur, der mir an einem solchen Stockfischstand entgegengeschwebt war, kann man schon als etwas speziell bezeichnen. Aber womöglich verhält es sich wie mit einem ollen Stinkekäse: Viele der besonders geruchsintensiven Kandidaten stinken mehr, als dass sie letztlich danach schmecken.

 

Also denn: Håper det smake!

 

 

P.S.: Alternativ hätte ich auch noch Folgendes für die Süßmäuler unter uns:

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Knäckäpplen vom Trondheimer Historisk Marked (Olavsfestdagene). Echte Plombenzieher!

 

 

 

* Oh wie liebe ich den Duden, der dieses Wort folgendermaßen umschreibt: In nachlässiger Haltung halb sitzend. Da erscheint der Vorgang des sich der vollkommenen Faulheit Ergebens gleich viel weniger schlimm.

 

 


Finde das Möhrchen! (24.02.2016)

 

Jetzt wird es heiß und unfettig (sehen wir mal großzügig vom Raclettekäse ab)….EsMarinche kocht nun auch hier. Ein herzliches Willkommen an dich!

(Positiv) Aufgefallen ist mir der fast schon inflationäre Gebrauch von Karotten in deinen Rezepten. Lediglich in der Mousse au Chocolat oder im Rührkuchen konnte ich selbst bei genauerer Betrachtung kein einziges Exemplar feststellen. Vielleicht wäre aber ein Rüblikuchen einmal ausprobierenswert? Ich würde dann auch umgehend gleich hier an Ort und Stelle zum virtuellen Kaffeekränzchen laden. Anmeldungen von Interessierten bitte unten eintragen. 😉