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KEIN Kitsch! (03.05.2016)

 

ACHTUNG: Dies ist KEIN Kitsch!*

 

 

Frühlingserwachen

 

In einem Traum lag ich auf einer großen, weiten Wiese.

Die Sonnenstrahlen kitzelten vorwitzig meine Nasenspitze und ich spürte ihre warmen Finger auf meiner bloßen Haut tanzen. Ein sachter Windstoß fuhr durch das sich biegende, frische Gras um mich herum.

Es raschelte und jemand legte sich zu mir in das Bett aus wucherndem Löwenzahn.

Wir schwiegen gemeinsam und es fühlte sich gut an, so wie es war.

Und doch unendlich falsch.

Sie lag lang ausgestreckt an meiner Seite, ein Schmetterling umschwirrte ihr Gesicht und ließ sich im Kranz aus Blumen in ihrem Haar nieder. Ich setzte mich auf und liebkoste ihren nach erwachendem Leben duftenden Scheitel. Ein Blümchen erstarb in meinen Händen.

‚Ich dürfte nicht mehr hier sein‘, zuckte es mir wie ein Blitz schmerzhaft durch das wild pochende Herz.

Mein Name ist Winter.

 

 

 

(*)

Fast nichts geschieht bei mir ohne Hintergedanken, und so steckt auch hinter dieser Geschichte eine Geschichte. Das Offensichtliche soll hier nicht Hauptakteur, sondern lediglich Carrier für eine tief verborgene (Gefühls)Welt dahinter sein, welche verzückt und verwirrt zugleich. Vielleicht ist auch nicht immer alles, was es zu sein scheint. Was wir zu sein scheinen. Was Winter zu sein scheint.