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Warum hält das nicht?! (27.08.2015)

 

Habt ihr schon einmal eine Zuckertüte gebastelt ohne mindestens eine Geduldsfaser reißen gehört zu haben?

 

Ich hab es gewagt und wollte nicht einfach ein schnödes, vorgefertigtes Exemplar zur Schuleinführung des Kindes einer Kollegin kaufen. Neben pinken Prinzesschen- und mit Rennautos besetzten Tüten stehen zwar auch wirklich niedliche zur Auswahl….aber warum einfach, wenn es kompliziert geht?!

Motiviert ging ich ans Werk. Von Berufswegen bin ich „Basteln“ und den Umgang mit schwierigen Situationen schließlich gewohnt. Also frisch voran!

 

Ich saß vor dem Bogen aus dezent bedrucktem, etwas kräftigerem Karton…und wartete auf eine Eingebung. ‚Eine Schablone wäre nett‘, dachte ich mir, denn mit einfach „Zusammenrollen und fertig“ ist es hier nicht getan. Hinweis: Nicht unterschätzen!

Irgendwann wagte ich den ersten Schnitt. Und den zweiten. Ein Zurück gab es nun nicht mehr und ich musste mein Süppchen konsequent auslöffeln. Aufgeben ist nicht. Nicht bei mir!

Mit einer einschneidenden Endgültigkeit fuhr die Schere durchs Papier.

Nun lag dieses Etwas vor mir. Leim! Ich brauche Leim.

Tjahahaa…Leim klebt. Überall, nur nicht da, wo er soll. Das ist Gesetz.

Das Gebilde sprang aufgrund der Spannung und glatten Oberfläche wieder auf. Gesichtspalme! Eine erste Faser meines Geduldsfadens war schon aufs Äußerste gespannt.

Transparentes Klebeband musste her. Formvollendet umwickelte ich die Spitze der Zuckertüte. Bombensicher. Am oberen Öffnungsrand taten derweil vorübergehend Büroklammern ihren aufopferungsvollen Dienst (Danke nochmal!^^).

Oh, mein Bob, das Ding sah nun doch aus wie das, was es in meinen kühnsten Träumen mal darstellen sollte.

Zwar wollte das Klebeband zunächst auch nicht hundertprozentig halten, aber mit vereinten Kräften mehrerer Streifen längs außen und vor allem innen quer hält die Zuckertüte bereits seit über 24h.

So, nun musste ich es oben noch etwas zurechtschneiden….Pi mal Daumen…sieht aber ganz gut aus.

Zum kröhnenden Abschluss fehlte noch eine Randbegrenzung aus Stoff…mit Marienkäfern, Kleeblättern, Glückspilzen, Herzchen und Blümchen…, die ich anzukleben gedachte.

Phänomen wie oben: Die Hände klebten besser zusammen, als das Stoffbändchen am Karton. Mit unendlicher Geduld und Engelszunge überredete ich es jedoch, eine Liaison mit dem toten Baum einzugehen.

Zu Dekozwecken pappte ich noch formvollendet ein paar 3-D-Aufkleber auf (richtig schicke; in 2 Ebenen aufgebaut): Metallisch glänzende Krabbelkäfer und bunte Schmetterlinge.

 

Ende vom Lied: Das Projekt „Zuckertüte“ ist abgeschlossen und ganz gut geglückt. Ich hoffe, die Kleine freut sich darüber.

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht! W.z.b.w.! Da sieht man mal wieder bestens, dass der Mensch im Grunde seines Seins masochistisch veranlagt ist.

 

 

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