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Ein Sturm zieht auf. (Nachtrag zum 07.03.2017)

 

 

So enttäuscht wie gestern war ich lange nicht…

 

Aber gut, nehmt sämtliche Messer, die ihr finden könnt, und steckt sie mir einfach in den Rücken.

Ich werde es schon zu ertragen wissen.

Im Gegenteil: Das blitzende Metall im Fleische soll mein neuer Panzer werden!

Aber wundert euch nicht, wenn ihr euch an mir schneiden werdet, ihr Falschen und Verlogenen dieser Welt!

 

 

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Entschuldige, liebe/r Leser/in, DAS musste gesagt werden.

Ein von außen betrachtet vielleicht nur kleiner Kieselstein hat es trefflich verstanden, bei seinem Weg ins Tal in mir sehr viel kaputt zu machen und mich und mein Vertrauen maßlos zu enttäuschen. Dies ist eine der unangenehmsten Gefühlsregungen, die mich hätten ereilen können. Umso schmerzlicher ist die Wunde, die dabei aufgerissen worden ist.

Ich hatte ein gutes Gefühl und war in vielen Belangen zufrieden, doch dies war wieder nur ein Hinterhalt, den ich mir selbst gestellt habe.

 

 

 

 


Schattenboxen (12.08.2015)

 

Tut Schattenboxen eigentlich weh? Kann einen ein Lufthauch- verursacht durch eine vorbeifliegende Faust- umhauen? Zählt ein Treffer, der gar keiner ist?

 

Ja, ja…dreimal ja! Ein bisschen schlechtes Schauspieltalent vorausgesetzt.

Steckt vielleicht die Wettmafia dahinter?

Nee, bestimmt nicht!

Es gibt schließlich sehr sensible Charaktere…auch im Boxsport…zarte Pusteblümchen…die bereits einem bösen Blick erliegen können.

Selten dämlich würde ich die Aktion in Montevideo (Martinez vs. Rodriguez) nennen…insbesondere in Zeiten der Zeitlupen- und „Rückspul“technik. Da kommt ja selbst Show-Wrestling glaubwürdiger daher.

 

Da sieht man mal wieder, dass (wahrscheinlich auf dem Spiel stehendes) Geld mehr wiegt, als die eigene Ehre und Selbstachtung. Ich würde diesen Kampf nicht gewinnen wollen, und um den Verlierer zu mimen, hätte ich zu hohe Ansprüche an mich selbst.

 

 


Alles Gewinner…?! (22.2.2015)

 

Dass man eine positive Lebenseinstellung pflegen sollte, ist schön und gut. Dem Optimismus alle Ehren…aber muss das zwingend auf Kosten des Selbstbetruges gefeiert werden?!

Griechenland fühlt sich als Gewinner, die Europartner fühlen sich (zumindest teilweise) als Gewinner.

Und am Ende haben doch alle verloren! Zeit, Geld und vor allem Vertrauen.

Und wer darf für das sich selbst Hochpreisen der Politiker blechen? Der Steuerzahler, der kleine Sparer, das „niedere“ Volk.

Da geht mir auch der Hut hoch, wenn ich einen griechischstämmigen Politikwissenschaftler höre, der meinte, dass nicht allein der Kontoauszug zählen sollte, sondern in erster Linie die Demokratie, welche in diesem ganzen Finanzgerangele untergegangen ist. Er mag damit nicht ganz falsch liegen, und DOCH zählt auch, dass andere Menschen nicht für die Sünden anderer herzuhalten haben! Wer verliert denn gerade sein Geld? Der Sparer.

Und was lehrt uns das? Haut euer Geld raus, macht es wie die anderen und schert auch nicht um das Morgen, sonst seid ihr die Dummen, während es sich andere halbwegs gutgehen lassen, weil sie erkannt haben, dass vernünftiges Haushalten in diesen Zeiten scheinbar nutzlos geworden ist.

Klasse Botschaft, nicht wahr? Zwar schreibe ich dies alles etwas überspitzt, aber eine andere Quintessenz kann man doch aus dem nicht wirklich ziehen, oder?

Ein Land, dass sich offenbar in die Eurowährung eingemogelt hatte, stellt nun mit Erpressermiene alles auf den Kopf und spricht mit weinerlicher Stimme, dass das alles nicht die eigene Schuld sei. Vielleicht nicht alles, aber einen großen Teil trugen sie zumindest dazu bei. Und jetzt, wo alle reichen Griechen genug Zeit hatten, ihre Moneten außer Landes zu schaffen, braucht man auch nicht mehr über eine Reichensteuer debattieren, sollte dies demnächst der Fall sein, um die Europartner an der kurzen Leine halten zu können. Witzlos!

Die drangsalierten Griechen mögen sich in mancherlei Hinsicht zurecht beschweren, aber warum haben sie die präkären Zustände nicht schon viel früher angeprangert? Damals, als es noch diverse nette Vergünstigungen gab, hat sich keiner um etwaige politische und finanztechnische Ungereimtheiten gekümmert…zumindest nicht in dem Maße, dass sich etwas geändert hätte. Auf der anderen Seite kann man diese hohen politischen Entscheidungen auch nicht dem kleinen Volk allein anlasten. Das wäre falsch. Doch umso falscher ist es, aktuell von fehlender Solidarität zu sprechen, obwohl schon so viel für Griechenland getan worden ist. Viel Geld davon ist in dunkle und zuweilen falsche Kanäle (Banken statt Gesundheitssektor, …) geflossen, aber dafür muss man Deutschland nicht allein an den Pranger stellen, sondern erst einmal vor der eigenen Haustüre kehren, bevor man wieder die altbekannte Nazi-Keule schwingt. Langweilig!

 

Fazit:

Herzlichen Glückwunsch, lieber Sparer, Steuerzahler und/oder griechischer Bürger der Eurozone! Wir sind alle Verlierer. Einer muss es ja schließlich sein.