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Liebe ist … (26.10.2017)

 

 

… wenn man selbst kurz vor Mitternacht noch den Staubsauger aus dem Schrank zerrt, um einem Spinnilein den Garaus zu machen.

 

>Die kann doch da hinterm Bett sitzen bleiben.<

>Nein, mach die weg! Schnell!<

>Oder lebend fangen und dann…<

>Nein! Los! Staubsauger her!!!<

 

Sorry, arme Spinne. Ich wollte ja eigentlich nicht. Aber … Sorry noch mal. Ok?

 

 


BlogEnte: „Brett“ vorm Kopf- Eigentlich wollte ich Fahrrad fahren… (19.06.2016)

 

Schräger Titel, nicht wahr?

Es muss sich aber keiner um MEINEN physischen Zustand sorgen. Nicht ICH hatte das „Brett“ vor dem Kopf, welches sich eigentlich als ein Bauzaun in seiner ganzen Vollendung entpuppte, sondern jemand anderes.

 

 

Ich zelebrierte, lediglich in handelsüblicher Nachtbekleidung gewandet, die sonntägliche Frühstücksvorbereitung, als der Dreiertrupp Enteriche über den Spielplatz gegenüber watschelte. Wie Jungs eben sind, mussten sie natürlich auch die angrenzende Baustelle samt Minibagger inspizieren. Irgendwann lockte aber offensichtlich die holde Weiblichkeit vom Flüsschen unweit meines Wohnhauses herüber und die Gruppe erhob sich in die Lüfte gen wartende Damenwelt auf dem fließenden Gewässer.

Ein Enterich kam jedoch nicht weit und wurde jäh durch oben bereits mit euch bekanntmachend eingeführten Bauzaun bei seinen Startavancen unterbrochen.

Mit einem deutlichen Scheppern schnippste er zurück in die Baugrube.

Als zur Empathie fähiges Lebewesen, wie ich nun einmal auch eines bin, entfuhr mir verzögerungsfrei ein den Schmerz mitfühlendes „Uff!“, welches umgehend von einer peinverzogenen Grimasse- wie das so üblich wäre, wenn man sich selbst in einer solchen leidlichen Situation befinden würde- begleitet wurde.

In meinem Kopf wurde sofort das Für und Wider einer augenblicklich eingeleiteten Rettungsaktion abgewogen.

Sollte ich nicht einfach abwarten? Soooo schlimm war das doch gar nicht gewesen! Oder?! Aber ich bin doch noch im Schlafanzug! Och Menno…

Gespannt glotzte ich zum Erdgraben herüber, ob sich da etwas tat. Nichts.

Hinter mir krächtzte heiser die Kaffeemaschine.

Dabei würde das alles- auch mein Nicht-Eingreifen- doch eigentlich nur dem Lauf der Natur folgen. Wie sonst auch. Wozu sollte ich intervenieren, zumal es reiner Zufall gewesen ist, dass ich das Flugmanöver mit dem geheimen Auftragsnamen „Bauzaun“ überhaupt gesehen hatte.

Gut, ich gebe zu, dass ein Bauzaun nicht üblicherweise zum natürlich vorkommenden Inventar zuzuordnen ist. Es hätte aber auch ein plötzlich ausschlagender Baum, oder das Spinnennetz einer „etwas“ überambitionierten Spinne gewesen sein können.

Wie auch immer.

Ein schlechtes Gewissen hatte ich schon.

Die Kaffeemaschine in meinem Rücken entließ das letzte Tröpfchen des braunen Heißgetränkes mit einem kurz aufbrandenden Gluckern und Zischen. Im Topf kullerten die Eier zwischen den siedenden Wogen hin und her.

Noch bevor ich zu einem Entschluss kam, flatterte ein Enterich von drüben herüber gen Flüsschen.

 

Da hatte sich also netterweise doch alles ganz von selbst erledigt. Nicht einmal Nachbars Katze musste ernstlich eingreifen. Erleichtert ging ich zum Frühstück über.

Im Schlafanzug.

 

 

So….und nun fragt ihr euch sicher, was es mit dem Fahrradfahren im Beitragstitel auf sich hat, richtig?

Nun, man muss sich eben entscheiden, ob man lieber umgehend einen Blogeintrag verfasst, oder doch die sportive Höchstleistung wählt. Das Ergebnis meiner Abwägungen (Was ein Tag der Entscheidungen!) seht ihr hier.

Womöglich war mein gefälltes Urteil auch gar nicht so übel- über den qualitativen Aspekt dieser Angelegenheit dürft ihr richten-, denn momentan ziehen wieder dicke, graue Wolken übers Land. Just in dieser Sekunde regnet es nun auch!

(Habe ich schon einmal geschrieben, dass ich recht kreativ beim Finden von Ausreden sein kann?

Herzlichst, der Schweinehund- )

 

 

 


Possierlicher Damenbesuch (09.09.2015)

 

Eine neue Mitbewohnerin (auf Zeit wahrscheinlich) ziert neuerdings meinen Hausrat. Sie hat sich bei mir eingenistet und lungert bereits seit 3 Tagen an ein und derselben Stelle im Bad herum…genau gegenüber der Toilette. Was sie sich von dieser Position in der allerersten Reihe erhofft, bleibt mir ein Rätsel und lässt mich mit einem Gefühl, observiert zu werden, zurück. Aber da steh‘ ich drüber…auch über ihre 8 Augen.

Spätestens jetzt sollte ersichtlich sein, dass Madame eine Spinne ist. Klein, aber lang- und äußerst feingliedrig.

Da ich nichts und niemandem an die Kehle gehe, der/die/das mich nicht in meinem Seelenwohl direkt zu gefährden droht (und sonst natürlich auch nicht!), habe ich den ungebetenen Gast seither einfach wegignoriert.

Leben und leben lassen.

Ich fürchte jedoch, dass die zarte Lady demnächst an einer chronischen Unterzuckerung eingehen könnte, wie die ein oder andere Vorgängerin zuvor.

Ob ich sie füttern sollte? Aber was gibt man solch einer Dame? Einen fetten Brummer à la „Und grün schillerte die Sch**ßhausflliege„?! Ich weiß nicht. Da bekommt sie womöglich noch Angst.

Vielleicht wäre dies auch einfach zu viel Hausmannskost und eine wahnsinnige Zumutung, denn wir dürfen nicht vergessen: Sie hat 8 Augen…und das Auge isst bekanntlich mit. Jedes einzelne.

Sollte sie also demnächst doch das Zeitliche segnen, würde sie selbstverständlich im nächstgelegenen Blumentopf beerdigt werden.

Mögen ihre irdischen wie sterblichen Überreste als eine hervorragende Stickstoffquelle für meine Pflanzen dienen.*

Hach, welch romantische Vorstellung!

Ich geh‘ gleich mal nachschauen, was Fräulein Langbein so macht.

 

 

 

*Post Scriptum:

Ich bitte an dieser Stelle den geneigten Leser, von Blumen und Kondolenzschreiben abzusehen. Kommentare, Geld**- und Sachspenden sind aber gern gesehen.

Es dankt die Autorenschaft.

 

 

 

** Bitte auf nirgends genanntes Konto überweisen.