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Der Justizia ans Bein gepinkelt. (3.3.2015)

 

Manchmal fragt man sich zurecht, in was für einem Rechtssystem man eigentlich steckt. Da verspüre ich direkt einen latenten Brechreiz, wenn ich allein den Namen Edathy höre.

 

Da wird grob gesagt jeder Parksünder verhältnismäßig härter bestraft, als ein ekeliger Ex-Abgeordneter, der zugegeben hat, sich kinderpornografische Bilder auf den Arbeits-PC gezogen zu haben.

Bäääh!

Der Edathy-Prozess wurde gegen eine Zahlung von läppischen 5000€ eingestellt. Das sind 5000€, die nicht er persönlich, sondern im Endeffekt Du, Du und ich zahlen…als Ex-Politiker wird er sich das Sümmchen problemlos von seinen bisher erhaltenen Diäten abdrücken können, ohne dass es ihm sonderlich schmerzen dürfte. Denn durch was werden die Diäten finanziert? Richtig! Durch Steuergelder. Also zahlen wir für diese Abartigkeiten. Und der feine Herr gilt schlussendlich noch nicht einmal als vorbestraft.

Schöne Rechtswelt! Und wer denkt an die betroffenen Kinder?!

Er habe mittlerweile eingesehen, dass er einen Fehler begangen hätte und dass diese Einsicht auch etwas spät gekommen sei…

….ich geh‘ kurz eine Runde ko**en. Ich denke, dass ich nicht allein sein werde.

 

Es muss geradezu Hohn für den Kinderschutzbund in Niedersachsen sein, dieses Blutgeld zu erhalten. Ich würde es dankend ablehnen. Soll er sich die 5000€ in den Allerwertesten stecken…da ist es erheblich besser aufgehoben. Moralisch betrachtet hat das Geld überhaupt keinen Wert. Ich würde es noch nicht einmal mit spitzen Fingern und Einmalhandschuhen anfassen wollen.

Der Kinderschutzbund hat wohl auch abgelehnt. Tja, da wird eben ein neuer Empfänger gefunden bzw. vom Gericht festgelegt. Eigentlich müssten alle konsequent und durch die Bank weg darauf verzichten. Aber irgendwer wird sich wahrscheinlich wieder nicht zu schade sein bzw. wird das Geld dringend benötigen. Und ehe man es sich versieht, ist Herr Edathy aus dem Schneider, das Geld gezahlt und irgendwo sitzen Kinder, die umso mehr gedemütigt worden sind.

 

Ich verzichte an dieser Stelle darauf, Applaus zu spenden. Das kann sicher jeder Leser verstehen.

 

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