Schlagwort-Archive: Terror

Weltenbrand (28.12.2016)

 

Weltenbrand (2016)

 

Wer kann es sein,

der unsere Wege vorbestimmt?

Ein Gott?

Wer kann es sein,

der uns die Unbeschwertheit nimmt?

Ein Gott?

Wer kann es sein,

der über seinesgleichen herrscht?

Ein Gott?

Wer kann es sein,

der Stahl und Feuersbrunst gebärt?

Ein Gott?

Wer kann es sein,

der Qual und Schmerzen bringt?

Ein Gott?

Wer kann es sein,

der auf die Knie zu fallen zwingt?

Kein Gott!

Ein Menschenkind.

 

Wer, wenn nicht wir selbst, kann noch um Einhalt gebieten?

Die Götter, menschgemachte Wesen, sie schweigen schon längst. Vielleicht hat es sie nie gegeben.

Wohl zu Tätern stilisiert, um unser Handeln reinzuwaschen. Sind bloßer Vorwand nur gewesen.

 

Kein Gott, kein Himmelswesen,

nur wir allein,

nur wir allein sind es gewesen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Werbeanzeigen

Unverständnis (20.12.2016)

 

Was soll man dazu noch sagen oder schreiben?

Da geht man kaputt vom Tag früher ins Bett und dann erfährt man am nächsten Tag, dass unterdessen einige Kilometer weiter für viele nichts Böses ahnende Menschen auf einem Weihnachtsmarkt in Berlin das Leben für beendet erklärt worden ist. Von den unzähligen Verletzten und allen Angehörigen oder Freunden ganz zu schweigen, die nun mit diesem Erlebnis weiterleben müssen. Auch der polnische LKW-Fahrer hatte keine Wahl.

Von jetzt auf gleich. Einfach so. Ohne Chance, sich erwehren oder das Unheil abwenden zu können.

Diese Tat besitzt keine menschlichen Züge. Sie trägt die hässliche Fratze von Wahn und purer Abartigkeit. Wahrscheinlich möchte man die niederen Beweggründe des Täters, so man ihn denn dingfest machen kann, überhaupt nicht wissen.

Es ist auch relativ egal, ob es kurz vor Weihnachten, oder an einem beliebigen anderen Tag im Jahr passiert.

Sinnlos bleibt sinnlos und es ist mit nichts zu entschuldigen oder zu erklären. Mit welcher Berechtigung darf ein Mensch so brutal über Leben und Sterben anderer entscheiden?

Das alles macht nur noch sprachlos.

Für einen angemessenen, anteilnehmenden Trost fehlen die richtigen Worte.

 

Sehr nachdenklich. S[Punkt]

 

 


Böser Geist, weiche! (27.03.2016)

 

Keine Angst, ich bin  ganz bei Sinnen und wabere keines Falls durch irgendeinen Eierlikör-Äther. Erstens habe ich es nicht so mit dem Allllohoool und zweites nicht so mit Eierlikör im Speziellen. Auch nicht zu Ostern mitsamt der ganzen Eierei.

 

Mir fiel nur auf, dass soeben der 666te Kommentar aufgeschaltet worden ist. Hier. Bei mir.

Und wer trägt die Schuld, dass diese pöööhse, pöööhse Zahl durch mein Gemäuer spukt? Natürlich- wie konnte es anders sein- musste diese gloreiche Glanztat meinem Mist erwachsen.

Meiner Mutter würde jetzt wieder vor Schreck das Eierlikörglas aus der Hand rutschen, wenn sie dies mitbekommen hätte. „Kind! Ich habe schon immer gesagt: Zieh dich nicht immer so schwarz an!“ *

Tja, nun habe ich den schwarze-Bandnudeln-Salat.

Wie bekommen wir diese pöööhse, pöööhse Zahl wieder eradiziert?

 

Vielleicht sollte ich einen (Schein)Heiligenschein darauf montieren. Womöglich hilft das. Die Gottesvertretung hier auf Erden schafft es doch auch immer wieder, erfolgreich mit der blütenweißen Weste dem schlammigsten aller Sümpfe zu entsteigen.

Vielleicht sollte ich auch DIE Raute anbasteln….das befreit von jedweder Verantwortung jeglicher Konsequenzen, die diese Zahl mit sich bringen könnte. Ich wäre damit fein raus. Sollen sich doch die Geisteraustreiber damit herum- und sich gegenseitig die Köpfe einschlagen.

Vielleicht sollte ich den Kommentar auch einfach nur auslöschen. Das können wir Menschen ja leider so gut. :-/

 

Am besten, ich mache gar nichts, lasse die Zahl eine Zahl sein und verdrücke in dieser schier auswegslos anmutenden Situation ein Schokoladen-Ei. Wenn ich eines finde, dann darf auch Eierlikör enthalten sein. Böser Geist Allllohoool, ich komme! Jetzt is mir allet ejaaaal.

 

 

 

* Gerade sitze ich aber in festlichem Hellblau da.

 


Paris (7.1.2014)

 

Schockierend, was da in Paris wieder vor sich gegegangen ist. Dieses Gemetzel bei einer Satirezeitschrift kann man nicht wirklich in Worte fassen.

Allah ist groß„?! Aber sicher nicht in solchen Augenblicken, denn das hätte er nicht gewollt. Sicherlich schämt er sich gerade irgendwo für diese Racheakte, die regelmäßig in seinem Namen verübt werden, und auch der gerächte Prophet wird froh sein, dass niemand sein Gesicht kennt….“Hey, Sie kenn ick doch! Sach’n Se mal, haben Sie dit in Auftrag gegeben?!

 

Pro Meinungsfreiheit, contra Kleingeist!

 


Du, das macht die Mutti jetzt aber traurig! (verfasst am 13.7.2014)

Vor kurzem drang ein kleines, für mich recht amüsantes Wortgefecht, das den Umständen geschuldet genaugenommen eher ein Monolog war, an mein Ohr. Oder sollte ich es vergebliches Flehen, leicht angenervtes Bitten oder letztes, halbherzig unter Druck setzendes Aufbäumen nennen? weiterlesen