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FliegenFischen (05.05.2016)

 

Auf meiner heutigen, recht ausgedehnten Radtour entlang der Elbe (läppische 80km in etwa) ereilte mich nach erfolgreich absolviertem Degustieren und Inhalieren eines Insektenschwarmes folgende Erkenntnis:

Manchmal muss man Fliegen (fr)essen, um ans Ziel zu gelangen. Dumm  nur, wenn der gesamte Weg das Ziel ist. 🙂

Die kleinen Dinger schmecken wirklich NICHT!

Dann entging ich knapp dem Angriff einer großen, schwarzen Schlange. Also, um ehrlich zu sein, eher sie mir. Aber die war riiiiiesig! Mindestens sooooooo groß!!!

Haarscharf war’s! Wir haben es jedoch beide überlebt.

Mein Weg führte mich auch an anderen Schlangen vorbei, die weitaus weniger reptilischer Natur zu sein schienen. Vornehmlich waren sie an Biertresen und Bratwurstausgabestellen anzutreffen. Seltsame Laute und eine melodieähnliche Geräuschentwicklung à la „Pferd auf dem Flur“ waren bei diesen Exemplaren wohl  für den Moment das beängstigendste.

An einem Kloster angelangt, sakralen Gesängen aus dem Innenraum lauschend, befand ich, dass es gut war (dabei stand noch nicht einmal der 7. Tag an…) und aß ein Eis. Buttermilch-Zitrone, wen es interessiert. Wen nicht: Es war trotzdem Buttermilch-Zitrone.

Auf dem Rückweg durfte ich freudig feststellen, dass ich genauso schnell fahren konnte wie ein Motorrad. Nach der Kurve am Ortsausgang war dann aber doch Schluss. Egal.

Zurück in den heimischen Vier Wänden, warf ich mich erst einmal ermattet aufs Sofa zum Wundenlecken*. Nach dem eher sportarmen Winter (von ein paar Fitnessübungen abgesehen….zumeist blieb es bei elendigen Diskussionen mit dem Schweinehund) und in diesem Jahr lediglich sporadisch erfolgten Miniausflügen, machte doch der ein oder andere Muskel auf sich aufmerksam. Man wird ja auch nicht jünger, so von Jahr zu Jahr. *kicher*

Aber DAS war es mir definitiv wert!

Eindeutig.

Ich habe nämlich meinen Kopf einfach mal auf Durchzug stellen können. Das kann ich allen nur wärmstens empfehlen. 🙂

 

 

 

* Von postalisch zugestellten Genesungswünschen darf gern abgesehen werden. Ich sehe optimistisch in die Zukunft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Tierische Erkenntnisse (5.11.2014)

 

Im Laufe des Tages hat mich ganz nebenbei ein Kind aus einer vorbeistiefelnden Gruppe über unsere heimische Tierwelt aufgeklärt.

 

Es gibt ja Schnarchenten und lahme Enten….und….

Los! Ihr Schnittlauchenten!

Ich bin baff. Was die kleenen Knöppe nicht so alles kennen. Mir war diese Unterart der Anatidae bisher noch reichlich neu.

 

 

Dann mal los, Petersilienaffe, sonst holt dich noch die böse Salbeifliege und macht Haschee aus dir!

 


Mit gestrecktem Zeigefinger (24.9.2014)

Gestern wurden in Rüsselsheim zwei in einer Fußgängerzone frei herumlaufende Staffordshire Terrier von Polizeibeamten erschossen.

 

Dass Tiere sterben mussten, ist tragisch. Keine Frage. Ihre Schuld war es definitiv nicht!

ABER: Warum wird jetzt allein wieder anklagend mit gestrecktem Zeigefinger auf die Polizei gezeigt?!

 

Sollte man seine Entrüstungsstürme nicht ebenfalls gegenüber dem Besitzer geltend machen, der seine beiden Hunde anscheinend nicht im Griff hatte. Wo blieb seine geltende Kontrollpflicht?!

 

Schön, wenn die Tiere als Aufpasser für die Shisha-Bar dienen sollten.
Das entbindet aber keinesfalls bei solchen Listen-Hunden von der Sorgfaltspflicht, dafür zu sorgen, dass sie eben nicht unbeaufsichtigt umherirren können…selbst wenn unter ominösen Umständen versucht wurde, in die Bar einzubrechen, weshalb die Tiere ins Freie gelangen konnten.

 

Es handelte sich hier um keine Schoßhündchen…und selbst die können schmerzhaft in die Wade beißen.

 

Widersprüchlich finde ich auch, dass die beiden Hunde nur lieb auf der Straße gespielt hatten, aber trotzdem durch einen Onkel des Besitzers nicht einzufangen waren, weil sie keine Halsbänder trugen.
Halsbänder hätten sich doch bestimmt auftreiben lassen…

Toll finde ich auch die obligatorischen Beteuerungen von nahen Anwohnern, Freunden und Bekannten, dass die doch so lieb und niedlich gewesen sind.

Tja, das haben schon viele behauptet und am Ende fehlte einem Kind eine Gesichtshälfte…
Jeder Hund kann eine potentielle Gefahr darstellen…auch der familientreue Golden Retriever kann plötzlich ausrasten, weil er sich lediglich zum Beispiel erschreckt hat oder die Quelle für einen einwirkenden Schmerzinsult falsch zuordnet. Aggressivität ist nicht allein das Problem.
Und so können auch diese beiden Hunde von einem Moment zum anderen zuschlagen, was sie anscheinend auch getan hatten…egal, ob nur eine oder doch zwei Personen betroffen waren. Und diese Rasse hat richtig Kraft!

 

Den tierschützlerischen Aufschrei hätte ich gern gesehen, wenn dort ein Kind vorbeispaziert und angegriffen worden wäre.
Dann hätten die Leute auch wieder nur mit dem Finger auf die Polizisten gezeigt.

 

Die Polizei hätte anders agieren können und müssen. Das bereits kontaktierte Tierheim wäre eine Lösung gewesen. Mit Betäubungsmunition hätte man die Tiere notfalls bändigen können. Letzteres bedarf aber auch eines Sachkundigen mitsamt Material, der nicht an jeder Ecke herumsteht!
Wenn aber schon Menschen angegriffen werden, dann bleibt nicht viel Spielraum. Wer weiß, ob die Hunde nicht noch mehr aufdrehen würden, wenn sie sich bedrängt fühlen.

 

Die ganze Sache ist irgendwie zwiespältig. Welche Seite hat Recht, wer übertreibt, wer redet etwas zu seinen Gunsten schön?
Wenn man nicht vor Ort gewesen ist, kann man dies noch schlechter bis gar nicht beurteilen.

 

Mich regt aber auf, dass wieder solche Die–sind-doch-so-lieb-und-wollten-nur-spielen-Menschen besonders laut tönen, was die Polizei wieder für einen eklatanten Mist verzapft hätte. Ja, auch sie haben sicher Fehler gemacht, aber wenn solche einschlägig eingestuften Tiere außer Kontrolle sind, dann kann man keine einzige Sekunde fürs sie garantieren!! Ich würde selbst für einen Goldie meine Hand nichts ins Feuer legen, auch wenn er jahrelang noch so treu gewesen sein mag.
Es gibt manchmal Situationen, die man nicht berechnen kann.
Es sind Tiere. Und wie Tiere handeln sie auch. Wir Menschen sollten uns nicht anmaßen zu behaupten, in ihre Köpfe schauen und ihr Handeln vorhersagen zu können!

 

Letztlich wurden die beiden Tiere nur Opfer von Sorglosigkeit und Fahrlässigkeit des Besitzers (!), einer Verkettung von unglücklichen Umständen (siehe angeblichem Einbruch…) und der Überforderung von Beamten, die nun allein als Buhmänner erhalten müssen.
Liebe Tierschützer, die ihr im Internet gerade hemmungslos über die Polizei herzieht:
Dann helft ihr doch mal in solch einer undurchsichtigen Gefahrensituation aus! Freiwillige vor!!
Aber aus der Ferne hinter euren sicheren Bildschirmen lässt sich ja vortrefflich wutbürgerlicher Tierschützer spielen. Wurde ja mal wieder Zeit, dass man sich über irgendetwas aufregen kann, nicht wahr? Super, wenn es auch mal wieder die Polizei ist, über die man sich auslassen kann.

 

Ach, und noch etwas:
Man sollte parallel auch mal mit dem Finger auf jene zeigen, die Hunde mit bekannt höherem Aggressionspotential züchten, auf jene, die deren Ruf in der Vergangenheit schlagzeilenträchtig in den Schmutz gezogen haben (Abrichten) und auf jene Besitzer, die ihre Tiere nicht erziehen und somit den Weg dafür ebnen, dass ein Tier (aus Angst…) außer Kontrolle geraten kann!

 

Das Erziehen von Hunden hat nicht nur mit „Gefügig machen“ zu tun, sondern auch mit dem Abhärten gegenüber unbekannten Einflüssen, die auf das Tier einwirken können.
Dies gilt nicht nur für „gefährliche Rassen“, sondern auch für die kleinen Toyrassen, die regelmäßig den rüpelhaften Großkotz heraushängen lassen…oft auch nur aus ängstlicher Reaktion heraus.

 

Das nur mal aus meiner Sicht. Um die Tiere ist es jedenfalls schade.
Der Mensch hat es verbockt.

 


Ihr seid nicht dumm, wir aber auch nicht! (19.9.2014)

Tiere weisen je nach Spezies, Art und individuellen Gegebenheiten ein zum Teil sehr hohes Maß an Intelligenz auf, welche nicht allein über instinktives Handeln zu erklären ist, sondern tatsächlich eine Denkleistung erfordert.

 

Bestes Beispiel sind zum Beispiel die Rabenvögel, manche Affenarten und dergleichen, die mit Hilfe von logischen Überlegungen erteilte Aufgaben erledigen können, um an eine Belohnung zu gelangen. weiterlesen


Mach was! (4.9.2014)

Heute herrschte kurz Hektik in der Wildvogelstation.

Grund war das wilde Kreischen des jungen Waschbärs, der sich seine Hand in einer eigentlich geschlossenen Rattenfalle eingeklemmt hatte.

Waschbären mit kaputten Händen sind weniger als nur halbe Waschbären. Zwei Drittel der Großhirnrinde sind wohl für die taktile Reizwahrnehmung reserviert. Sie benötigen ihre äußerst sensiblen Greifwerkzeuge, um alles vor der Nase tastenderweise zu erforschen. weiterlesen