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Es gibt Tage… (09.12.2016)

 

…an denen man am liebsten zu Hause bleibt, sich gemütlich einen heißen Kakao/Tee zubereitet und Weihnachtsgebäck vor sich hin mümmelt.

Doch, nein! Die Welt braucht einen ja…also schält man sich aus seiner Wohnhöhle und marschiert pflichtbewusst den wartetenden Aufgaben und vorhersehbaren Unvorhersehbarkeiten entgegen.

Die Zeit rennt dabei auch mal wieder wie ein total überdrehtes Duracellhäschen auf Ecstasy und schwupps sind die Stunden wieder vergangen und der Abend naht.

Und dann soll es das schon wieder gewesen sein…

Verrückt.

An die nächste Woche denke ich besser noch nicht. Der Montag kommt noch früh genug.

Während sich anderswo gefühlt bereits jetzt schon auf den verlängerten Weihnachtsurlaub vorbereitet wird, gräbt man anderswo noch die ganz große Überraschung aus.

Dabei ist doch noch gar nicht Ostern!

Oder?!

 

Es grüßt der tägliche Wahnsinn!

S[Punkt]

 

 

 


Heute schon „Weihnachten“ gehabt? (05.12.2016)

 

 

…wenn nicht, dann braucht ihr keinen Grund zur Sorge haben…mindestens eine Chance habt ihr in diesem Jahr noch.

Ich selbst habe mich heute quasi selbst beschenkt. Ganz unverhofft.

Umso besser!

So landete spontan die „In Transit“ von Covenant in meinem „Einkaufswagen“ beim örtlichen Musikdealer. Inklusive einer gratis Beipflichtung des Verkäufers, dass diese seine persönliche Lieblingsmusik-CD/DVD in diesem Genre sei. Genau aus diesem Beweggrund nenne ich sie ja nun auch mein Eigentum. Nach einem kurzem Plausch zum letzten Konzert und zur aktuellsten Scheibe (wir waren uns einig, dass sie wirklich gut, wenn auch für den abgelutschte Einheitsware gewohnten Mainstream-Gaumen offenbar etwas „sperriger“ geraten ist) hatte ich es sehr eilig, nach Hause zu kommen.

Ick freu mir! So ist das letzte Konzerterlebnis wieder ganz nah.

 

Solche Überraschungen sind doch eindeutig die schönsten Geschenke, nicht wahr? 🙂

Es grüßt

S[Punkt], glückselig und zufrieden.

 

 

 


Vorsicht: Steinchen! ODER Kleine Ursache, große Wirkung (24.09.2016)

 

 

Kennt ihr das? Man glaubt, alles würde soweit relativ reibungslos (von der einen oder anderen Motivationsschwäche, alias Verschieberitis, mal abgesehen) vonstatten gehen, und schon drängt sich ein neuer Umstand auf, auf den man liebend gern verzichten würde, besäße man die Option auf freie Meinungs- und Wunschäußerung.

Steinschläge im Autolack gehören zu diesen Umständ(lichkeit)en, über welche ich nur die Augen verdrehen könnte. Für solche Dinge fehlt mir der nötige Nerv und die dazu passende Gelassenheit.

 

Vor nicht allzu langer Zeit hatte man sich dazu entschlossen, über mehrere Kilometer hin jene Straße aufzuarbeiten, welche ich (arbeitstag)täglich zu befahren habe. Man walzte hierzu einige, wirr und scheinbar ohne Plan angeordnete Flicken Bitumen unterschiedlichster Größe auf die eigentlich noch recht ordentliche Asphaltdecke (ruinierte damit auch gleich über Kilometer hinweg den gesamten Fahrkomfort!!!) und warf tonnenweise Rollsplitt hinterher, stellte ein entsprechendes Gefahrenschild auf und wartete, bis der rollende Verkehr alles schön angedrückt oder gen Straßengraben, Frontscheibe des Hintermannes (oder der Hinterfrau) oder quer durch die Botanik geschnippst hatte.

Mit jedem Einschlag zuckte ich unweigerlich zusammen und fühlte förmlich mit meinem maltretierten Vehikel mit. >>Pling<<

Die Geschwindigkeit angepasst zu reduzieren und einen großen Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu halten, ist nur solange hilfreich, wie sich keiner ungeduldig vordrängelt und knapp vor einem wieder einschert, oder man keinen Gegenverkehr hat. So ein kleines, spitzkantiges Steinchen kann weit fliegen und immernoch eine recht große Einschlagskraft besitzen, zumal sich Gegengeschwindigkeiten aufsummieren.

Nicht nur einmal befürchtete ich ein gefährliches Knacken in der Windschutzscheibe. Das blieb zum Glück aus, doch die letzte, liebevoll per Hand vorgearbeitete Autowäsche offenbarte dafür ein anderes Malheur in Form eines Lack-Steinschlages, den ich so nicht einfach wegignorieren kann und möchte.

Okay, die Welt wird dadurch heute nicht mehr untergehen. Auch morgen nicht. Vielleicht erst überüberübermorgen. Dennoch empfinde ich solche „Überraschungen“ als nicht sehr berauschend. Meine recht unterkühlt ausfallende Begeisterung hält sich bis dato daher in Grenzen. Ein wilder Streuselkuchen ist das letzte, was ich als fahrbaren Untersatz benennen müssen möchte. Gebrauchsgegenstand hin, Gebrauchsgegenstand her. Da bin ich pingelig und verstehe, wenn andere darüber den Kopf schütteln, ob ich denn keine anderen Sorgen hätte. (Doch, die habe ich auch!)

Und schon wieder ist man sinnloserweise am Grübeln, ob man besser zur Werkstatt gehen, um Korrosion rechtzeitig durch professionelle Versiegelung zu verhindern (der Krater ist schließlich tief genug), oder doch die do-it-youself-Variante wählen sollte, die weitaus günstiger ausfallen dürfte, jedoch befürchten lässt, dass es hinterher nicht wirklich besser, möglicherweise sogar schlechter aussehen könnte.

Also recherchierte ich quer durch die weltweite Vernetzung, las hier und dort….und bin so klug als wie zuvor! Dem Faustschen Monolog sei Dank.

Folgende Fragestellung keimte alsbald in mir auf:

Sollte es am Ende professionell aussehen, oder darf es auch einfach nur „ganz gut“ sein?

Ganz klar: Professionell!

Das Problem: Am Ende kostet sämtliches Equipment für die High-End-Bastelei daheim genauso viel, wie ein Werkstattbesuch. Zwei linke Hände mit alles nur Daumen wurden bei dieser Kalkulation ausgeschlossen, da es sonst nicht wirklich Sinn machen würde.

Darf es auch etwas günstiger sein?

Sehr gern!

Wenn man nicht gerade eine Sonderspeziallackfarbe wie Toffee-Nougat-Goldflitter-vor-Sonnenuntergang oder im-Mund-zergehendes-Himbeerbonbon-an-Minzfüllung vorliegen hat, dann dürfte es wahrscheinlich auch nicht so kompliziert sein.

Hoffe ich doch.

Hauptsache, es rostet nichts. Das wäre wirklich schade.

 

Zu welchem Schluss bin ich hernach gekommen?

Viel hässlicher, als es jetzt ist, kann es nicht werden….wir werden es sehen, denke ich. Aber ich habe jetzt schon keine Lust darauf. Manchmal könnte ich etwas mehr Gelassenheit und dafür etwas weniger Mücken-zu-Elefanten-Transferierungen benötigen. UND: Rollsplitt ist doof! 🙂

 

 

 

 

 

 


Was schleichen Sie sich aber auch so an! (03.03.2016)

 

Ich saß im Zug nach Irgendwo. Mal wieder.

 

Gänzlich in meine Fachzeitschrift vertieft, zerpflügte ich die Landschaft, ohne sonderlich Notiz von ihr zu nehmen. Offenbar ebenso hartnäckig strafte ich eine Person mit vollkommener Ignoranz, welche sich den Weg zu mir bereits fast zur Gänze gebahnt hatte und kraft ihres Amtes ein recht drängendes Anliegen an mich zu richten hatte.

Guten Tag! Die Fahrkarte, bitte!

Entgeistert blickte ich nach schräg hinter mir und glotzte wohl für eine Millisekunde recht blöd aus der Wäsche.

Wo kam der denn bitteschön her?! Im Abteil hinter mir saßen doch auch Leute…

Der Überraschungseffekt war somit ganz auf seiner Seite. Das musste ich ihm zugestehen.

Aufgrund dessen dauerte jedoch auch die Suche nach dem Ticket einen Augenblick länger. Am Ende befand sich dann aber doch alles am rechten Fleck und die Samtpfote mit der Trillerpfeife zog zufrieden von dannen.

 

Es ist schon erstaunlich, wie tief man tatsächlich in seiner Lektüre versinken kann. Da fällt die sich direkt nebenan mit viel Getöse öffnende Erdkugel oder das auf dem Zugdach landende, wild piepsende Raumschiff unter Umständen kaum auf. Ganz zu schweigen von einem Schaffner.