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Apfelbaum (17.04.2017)

 

 

Mal wieder etwas Kitschiges, weil mir nach dem Osterwochenende mit all seinen teils Wetterkapriolen schlagenden Auswüchsen so war. Außerdem entdeckte ich einen Baum (zwar keinen Apfelbaum), dem ich im Winter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den Exitus bescheinigt hätte.

Und nun hat er tatsächlich Blüten getrieben…

 

 

Apfelbaum (2017)

 

Graue Formationen, nahendes Gewölk,

blaues Band über den Köpfen.

Regen peitscht, die Kälte beißt.

Noch wütet es in weiter Ferne.

 

Ein Wind kommt auf, der Halm erbebt.

Wie rosig doch die Blüten strahlen!

Am Apfelbaum, dem alten, morschen.

Als längst schon tot befundeter Geselle.

 

Nun zerrt es wild an seinen Armen,

rüttelt an den alten Knochen.

Ein sprödes Brechen, leises Ächzen.

Dann schweigt er…

 

…still ist es um ihn herum.

 

Schon legt es sich wie ein Verband,

um alte Narben, frische Wunden:

Das blaue Band. Es heilt die Seele.

Trotzig rauscht der Apfelbaum.

 

 

 

 

 

 

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Potzblitz! (24.05.2015)

 

Achtung, nicht erschrecken, ich bin es mal wieder… (-;

 

Ja, also manchmal kommt es echt blöd:

Erst Unwetter, dann alles stockduster, Internet tot, Telefon tot, die Bahn streikt(e), Internet wäre an dieser Stelle ganz hilfreich gewesen, Internet bleibt trotzdem tot.

Und wisst ihr was? Manchmal sind vergessene Festnetzvertragskündigungsfristen (steht das so im Duden?!) gar nicht so schlecht.

Aber zunächst von Anfang an, denn was gibt es Schöneres, als kurz nach Mitternacht von Arbeit nach Hause zu kommen, ersteinmal durch die Dunkelheit zu tappen, bis man die Taschenlampe gefunden hat, um dann illuminiert von der Stableuchte zwischen den Zähnen die Sicherung wieder reinzudrehen. Der Realität letzter Schluss war dann die Feststellung, dass es den Rooter und die Telefonbasis zerlegt hatte. Tot. Aber sowas von. Plötzlich verwaist hatte das Handgerät des Telefons noch stundenlang nach seinem Signalgeber gesucht, bis es schließlich vor lauter Suchen der Erschöpfung erlag.

Und nun?

Ach, wie gut, dass es sich irgendwie doch gelohnt hatte, die rechtzeitige Kündigung des alten Vertrages verschwitzt zu haben. Nun war ich doch noch in der Lage, zu halbwegs humanen Preisen einer Festnetzflatrate alle telefonischen Erledigungen via Zweittelefon zu tätigen, ohne die Euronen meines Prepaidhandys in Rauch aufgehen sehen zu müssen.

Irgendwo hat Negatives also doch eine Daseinberechtigung, wie mir scheint.

Nun bin ich gespannt, ob auch die Hausleitung Schaden genommen hat. Ich hoffe nicht!

 

Ich kann euch nur folgendes sagen:

1) Legt euch immer eine Taschenlampe bereit, damit ihr nicht erst den halben Hausstand in tiefster Finsternis auf den Kopf stellen müsst.

2) Vergesst rechtzeitige Vertragskündigungen….man weiß ja nie, wozu sie noch nützlich sein könnten.

3) Es hätte noch schlimmer ausgehen können (auch wenn momentan die Freisprechschließanlage jedes Mal bei mir mitklingelt, wenn anderswo eine Anett oder Sabine angefordert wird…).

Und 4) Schöne Pfingsten!