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Süße Sünde (18.09.2015)

 

Schokokuchen macht nicht nur dick, sondern auch >>Aua!<<.

Großes >>AUA!<<.

Bekanntlich bestraft der Herr alle Sünden umgehend. Pech gehabt, du schwaches Fleisch! Nun ziert dich eine Brandblase.

‚Ein richtig feiner, total schokoladiger Schokoladenkuchen (die Dopplung ist Absicht) sollte es werden‘, dachte ich mir im Hinblick auf den angekündigten Besuch.

Natürlich selbstgemacht! Ok…die Butter habe ich nicht selbst hergestellt, und auch kein Getreide gemahlen, keine Zuckerrübe ausgequetscht, keine Eier gelegt, keine….

Und natürlich auch unter vollständigem Verzicht auf jegliche Kalorie…fast…ok, ertappt…aber ich habe extra weniger Zucker genommen, als im Rezept stand! Sonst wäre es wohl ein Bonbon geworden.

Nun schreibe ich also diese Zeilen und leide.

Ihr könnt echt froh sein, dass ich überhaupt noch schreiben kann! Für die analogen Freunde unter euch…es ist übrigens nur die linke Hand (ich schreibe wie ca. 85-90% der Bevölkerung mit Rechts). 🙂

Wäre ich in sozialen Netzwerken umtriebig, hätte ich jetzt sicher einen post zwischen all die vor mir abgeladenen „Sitze gerade auf dem Klo.„, „Ich esse gerade Nudeln.„, „Ich sitze auf dem Klo und esse Nudeln.„, oder „Mir ist langweilig!“ gesetzt.

Folgender Wortlaut hätte mir vorgeschwebt:

OMG! Habe mich beim Backen voll krass verbrannt. Bestimmt 0,0001% meiner Hautoberfläche sind betroffen. Muss ich jetzt sterben? Müssen wir jetzt alle sterben, weil die Welt untergeht?!!

Wie gesagt: Ich leide. *Tränendrüse ausquetsch*

Sinnigerweise habe ich mich auch nicht am Backblech oder dem Ofenrohr verbrannt. Nein! Beim Abschmecken (aka Kosten) des vorsichtig aufgekochten Kakao-Puderzucker-Butter-Milch-Gussgemisches. Finger auf den Probierlöffel und zack…holla, war das noch heiß!

ABER: Sündhaft lecker, sag‘ ich euch.

 

 


Wahl der Qual…wie man sich die Finger verbrennt (17.07.2015)

 

Vorweg: Wer sich jetzt anhand der Überschrift dazu verleiten lässt, Episoden von pseudoerotischen, aber kläglich scheiternden Liebesränken oder machthungrigen, aber ebenso sang- und klanglos untergehenden Machtplänkeleien zu erwarten, dem sei gesagt: Nee, das hier wird viel weltlicher. Tut mir Leid.

 

Jedenfalls nahm ich mir vor, mir auf Arbeit eine Pause mit warmem Abendbrot zu gönnen. Sollte keine große Sache sein. Denkste! Und >>zack<< hatte da wieder jemand prompt etwas dagegen:

In froher Erwartung nahm ich in der Kantine mein Süppchen entgegen, merkte jedoch alsbald: „Ui, die ist heiß!

Trotzdessen: Weiter im Konzept.

Ich stiefelte gen Büro und wusste bereits nach 3 Schritten, dass die Brühe mal so richtig heiß war, in der mein Daumen sich da gerade ein Bad genehmigte.

Ich stand also vor der Wahl der Qual: Schüssel sofort und augenblicklich und unnötig aufmerksamkeitswirksam fallen lassen, oder meditativ in mich gehen und mich willensstark über den Schmerz stellen.

Mir zuckte eindeutig ersteres durch den Arm (ja, das gebe ich unumwunden zu), aber letztendlich brachte ich die Sache doch irgendwie ohne Scherben und Sauerei hinter mich. Ihr wisst nicht, wie lang da eine Minute dauern kann…

Mit knallroter Daumenkuppe löffelte ich dann also doch meine Suppe aus, die ich mir selbst eingebrockt hatte. Sie schmeckte ganz passabel…weniger hätte ich aber an dieser Stelle auch nicht durchgehen lassen! Wie sagt man so schön: Ende gut, alles gut.

Mit diesem positiven Resumee: Ab in ein baldiges schönes Wochenende, meine Leserinnen und Leser! (-: