Schlagwort-Archive: Werbung

Kuriose Küchenhelfer (20.04.2017)

 

 

Auf der Welt gibt es nichts, was es nicht gibt. Zu bestechend ist diese Logik, als dass sie nicht funktionieren könnte.

 

Schon einmal etwas von Meat Claws gehört? Ich schätze, dass der Erschaffer dieser metallischen Bärenklauen zu viele Horrorfilme in seiner Kindheit sehen durfte. Oder zu viele Tierfilme über Kanada. Man weiß es nicht.

Gemäß Angebotsbegleitschreiben würde es sich sehr gut für Indoor- und Outdoor-Kochen eignen.

Da frage ich mich: Wo könnte man sonst noch kochen…außer draußen oder drinnen!?

Egal.

Auf jeden Fall könne man damit super Salat vermischen (klar, daran denkt man ja bei einer MeatClaw als erstes), PulledPork zerfleddern (zählt das eigentlich schon zu Leichenschändung?), …, und …

…seine Nachbarn wunderbar erschrecken…

 

Bleiben wir bei den tierischen Esskomponenten. Man kann nämlich auch Würstchenritzschneidroller kaufen, die einem die Pelle appetitlich im Kreuzmuster einschneiden. Einfach das arme Würstchen damit überrollen. Fertig.

Aber Obacht: Immer schön mit konstantem Druck und immer fein entlang der Wurst arbeiten. UND bitte wie immer mit GEFÜHL! Nicht auszudenken, wenn…

…bäh…schon wieder so ein Massaker…

 

In Vorbereitung auf meine Reise in diesem Jahr, die mich unter anderem nach Schottland führen wird, könnte ich mir auch die Schöpfkelle >>Nessie<<* gut in meinem Fundus vorstellen. Ich sollte mir das grüne Exemplar zulegen, es heimlich am Loch Ness zu Wasser lassen, mich fix verdünnisieren und dann aus sicherer Entfernung laut schreien: „Da ist NESSSSIIIIIIIIIE!!!“ Dann würde ich die Menschen dabei beobachten, wie sie massenweise an den Gewässerrand pilgern und hätte Urquart Castle ganz für mich allein.

Keine störenden Leute mehr, die einem ständig ins Bild rennen können. Herrlich!

 

Bleiben wir bei der Farbe Grün: Die Kiwi ist ein beliebtes Obst. Hier und da hat man aber auch schon viele Menschen an besonders hartnäckigen Früchtchen scheitern sehen. Mal flutscht der Löffel nicht durch, dann zerfetzt es einem plötzlich die Schale, sodass alles umhersuppt, oder das sorgfältig mit dem Löffel abgestochene Fruchtfleischbröckchen übt sich- plötzlich losgelöst vom Rest- im Fliegen wie einst Otto Lilienthal. Für all diese Leidgeplagten unter uns….die Rettung naht:

Mit dem Kiwi-Slicer.

Applaus!!!

Danke, reicht! Das Ding gibt es in verschiedenen Ausführungen. Mal kann man sich Viertel aus einer Kiwihälfte (also sozusagen Achtel einer ganzen Kiwi) heben, mal alles gleich in Scheiben schneiden lassen. Ob das jetzt weniger Gematsche werden soll, wissen wohl nur die Götter. Oder jene, die so ein Teil in irgendeiner Schublade vor sich hin rotten lassen.

Nahe verwandt hierzu ist im Übrigen der Bananen-Slicer/Cutter, ein bananenförmiger Rahmen mit Querstreben, die einem die Banane in gleichmäßige Stücke zerlegt. Ein hoch auf die Uniformität und EU-Verordnungsnormen!!!

Voll Banane.

 

Was mich ursprünglich auf die Idee zu diesem Beitrag gebracht hatte, war aber folgendes Utensil: Der Erdbeerstrunkentferner. Schon allein das Wort sollte einen Nobelpreis verdienen, meine Damen und Herren.

Vom Prinzip her funktioniert es wie eine Zeckenzange (Hmmm, lecker.). Man umschließt den Strunk mit den klauenartigen** Greifern und dann zack raus mit dem Grünzeug!

Bisher gibt es noch keine evidenzbasierte Studie darüber, wie es eine Erdbeere so finden könnte, wenn sie einer solchen rabiaten Behandlung unterzogen wird. Wir werden es wohl nie erfahren.

 

Genug Obst (für Melonen und Co gibt es ja auch noch eigenes Schneid-Herausheb-Instrumentarium), kommen wir zu den wirklich relevanten Dingen im Leben:

Kekse und Kuchen.

Da hätten wir zum einen den Keks-Tresor, eine nette Erfindung irgendwelcher sadistisch veranlagten ScherzKEKSE! Am besten ändert sich die Codierung automatisch 1 Millisekunde nach der Erstaktivierung, sodass man keine Chance hat, den Inhalt unbeschadet ohne Tote und Verletzte zu erreichen. Selbstverständlich ertönt bei falscher Code-Eingabe ein markerschütternder Pfeifton, der einem seiner Sinne beraubt. In der nächsten Stufe aktiviert sich ein Zeitzünder. Nun darf man beobachten, wie die enthaltenen Double-Choc-Chocolatchips-Cookies nach Ablauf der Durchsage „3, 2, 1… destruction!“ augenblicklich verascht werden. Dann öffnet sich mit einem leisen, unschuldigen Piepston die Luke und der Tresor ist erneut bereit zur obsorglichen Aufnahme deiner Lieblingsplätzchen.

Nicht, dass denen noch etwas passiert!

Für alle Fans von Kuchen und anderen Gelüsten gibt es natürlich auch die entsprechenden Backformen, um das Kamasutra mal von oben bis unten durchzuackern…mein Bob!….durchzubacken, natürlich!

 

Für alle Mal- und Zeichenfreunde unter uns: Man hat uns erhört und endlich, endlich ein Nudelholz in Form eines überdimensionierten Bleistiftes erschaffen. Und um das Zeichenset zu vervollständigen, gibt es natürlich noch einen Gemüseanspitzer oben drauf. Wahnsinn, ich werd nicht mehr!

 

Für alle „Glitzer-Regenbogen-pinkes-Einhorn“-Fans gibt es nun auch das passende Nudelmaß „Ich könnte ein Einhorn essen!“. Ob dies zur Ausrottung dieser Spezies führen könnte, ist nicht mit Sicherheit vorauszusagen. Dafür gibt es momentan in den Läden einfach noch zu viele dieser zuckersüßen Pferdchen (Plüsch, Schokolade, Kleidung, …).

 

 

 

Warum man das und viiiiieles mehr alles haben muss, kann ich abschließend leider nicht klären. Auch nicht, warum man auf dem Schneid-, Frühstücksbrettchen oder der Tassse (dann sicherheitshalber wohl nur für Kaltgetränke) „I [Herz] my penis“ stehen haben muss.

Fazit: In den meisten Fällen dürften ein Messer und etwas feinmotorischen Einfühlungsvermögen genügen.

 

Herzlichst in diesem Sinne!

S[Punkt]

 

 

* Nessie hat übrigens Nachwuchs: Es gibt Baby-Nessies als Teesiebe. Auch nicht schlecht. Es gibt sogar ganze Nessie-Familien!

** Vielleicht funktioniert es ja mit den Fleischklauen auch. Nicht.

 


Camouflierte Werbung (28.03.2016)

 

Über Ostern hatte ich meiner Heimatstadt einen Besuch abgestattet. Und dort fahren der massenhaft zelebrierten, öffentlichen Fortbewegung halber Straßenbahnen, neudeutsch auch TRAMs genannt.

 

Diese hier für gewöhnlich gelb-schwarz gezeichneten Schienenfahrzeuge ziert oft im erheblichen Maße Werbung. Von oben bis unten sind diese teilweise zugeklebt. Wenigstens dem Fahrer muss jedoch noch etwas freie Sicht vergönnt bleiben…das schreibt nun einmal das Gesetz so vor.

 

Mit der Werbung im Allgmeinen verhält es sich ja so: Sie soll auffallen, die Blicke potentieller Kunden auf sich lenken, zum Kauf verleiten, schwach werden lassen, den Geist vom Fleische überwältigen lassen, Begierden heraufbeschwören, …

UND zum darüber Reden anregen.

Im Gegensatz dazu dient die Camouflage der Verschleierung, dem Verbergen, der Unauffälligkeit, der gekonnten Verschmelzung mit der eigenen Umgebung, …

WENN man darüber redet, war die Tarnung jedenfalls nicht gut genug.

 

Seit einiger Zeit hat sich die Bundeswehr eines dieser Bahnhohlkörper bemächtigt, um von sich abzulenken…oder auf sich aufmerksam zu machen…oder…also…keine Ahnung. Die Bahn fährt jedenfalls in kompletter Camouflageoptik herum. Augenzeugen berichteten sogar, dass sie diese TRAM schon beinahe übersehen hätten…plötzlich stand sie vor einem am Bahnsteig. Na, hoppla!

 

Ich staune: Wie unkonventionell die Werbebeauftragten der Bundeswehr da vorgegangen sind! So hintersinnig hätte ich den Laden gar nicht eingeschätzt. Die spielen regelrecht mit den Gegensätzen. Wie aufregend!

Den Trick muss ich mir merken:

Ich präsentiere mich demnächst auch mal auf dem Silbertablett, möchte dabei aber nicht wirklich gesehen werden.

 

In jedem Falle haben wir darüber gesprochen…also ich…geschrieben….Werbe-Treffer* versenkt, würde ich sagen. Zur Strafe geht es dafür aber fünfmal über die Hindernisbahn, Kameraden, und danach: Schminkkurs!

 

 

 

* Tipp: Scharf links um die Ecke zielen…wenn man eine G36 in den Händen halten sollte. 😉

 

 

 


modische W/Randerscheinungen (02.03.2016)

 

Mittlerweile gönnt man seinem Eigenheim, respektive seinen Vier-Wänden, nicht einfach nur einen lapidaren Anstrich, eine neue Tapezierung oder schnöde do-it-yourself-Schönheitsreparaturen, nein, jetzt wird es sogar richtig modisch! Auch in eurem Heim könnte bald der Catwalk ausgeklappt werden….

 

Ganze Tapeten-Kollektionen werden von namhaften Modedesignern ertüftelt und dem breiten Publikum zwischen Malerkrepp und Fugendichtmasse präsentiert.

Früher ging man in den Baumarkt oder zum Raumausstatter des Vertrauens und kaufte sich völlig nüchtern Tapetenrollen. Mit und ohne Muster, glatt oder Rauhfaser…je nach Gusto.

Heute sind das echte Designerstücke, auf denen angeblich die Handschrift eines bestimmten Modeschöpfers widergespiegelt werden soll. Ja, auch Weiß in den verschiedensten Eierschalentönungen vermag dies offenbar zu leisten. Ganz schön gewagt diese Kreationen, wie ich finde.

Natürlich darf auch ein interviewtes Statement des Schöpfers nicht fehlen. Wo kämen wir hin, wenn wir einfach nur die Tapete mit dem Blümchenmuster kaufen würden. Wenn mir schon der Apfel im Obstregal seine Geschichte erzählen darf, dann soll dies bitteschön auch die Tapete dürfen! Gleichberechtigung für alle, meine Damen und Herren, ob es Sie interessiert, oder nicht. Die Vermarktung ist schließlich alles.

Also meine häusliche Umfriedung wurde total freakig einem extremst abgefahrenen Bodypainting unterzogen….mit schlichter weißer Farbe. Und darunter: Nichts als nackte Wand.

Wie überaus aufregend! 😉

 

Fazit:

In meinem zweiten Leben werde ich auch Tapetendesigner. Oder Tapete. Oder.

Gibt es eigentlich bereits eine Anna Wintour für Wandbeläge? Doch Obacht mit den Verrissen!

 

 

 

 

 


Werbung ist fies (03.01.2015)

 

Von draußen, vom Bahnhof komm‘ ich her, ich muss euch sagen…hui…recht kühl und zugig ist es geworden. Holla, die Waldfee. Mir sind fast die Ohren auf meinem Heimweg abgefallen, weshalb ich auf die letzten 300m doch noch die Mütze aufsetzte, bevor ich noch Eis von meinen Trommelfellen kratzen müsste. Nun ist jedenfalls Winter. Spürt ihr auch die Kältepeitsche* aus den östlichen Gefilden?

Zwangsläufig führte mich mein Weg auch am gefüllten Briefkasten vorbei, den ich aufopferungsvoll und umgehend von seiner Last im Inneren befreite.

Der Großteil bestand natürlich wieder aus Werbung. Mit mäßigem Interesse studierte ich wenig später die bunt bedruckten Seiten.

Was mir auffiel:

Werbung ist echt fies!

3 von 4 namhaften Discountern priesen Fitnessutensilien in allen Formen und Farben an. Natürlich könne man auch gleich die passende Klamotte hierfür erstehen.

Wollen die damit sagen, dass ich** fett bin und dringend mal Sport treiben müsste? Jetzt, wo wir doch mit all unseren guten Vorsätzen für 2016 hausieren gehen?

ICH, meine Damen und Herren Verkaufsstrategen, brauch kein schlechtes Gewissen haben, was das Körperliche und die Fitness anbetrifft (auch wenn ich nicht viel dafür tue…viel arbeiten, gesittet essen, …).

Lediglich mein Schweinehund könnte mal solch eine gehörige Einheit (böse Zungen würden „Abreibung“ behaupten) gebrauchen, damit er mich nicht von allen wichtigen, zu erledigenden Dingen abhält. Wenn der mal mit hektischem, nach Sauerstoff gierendem Atmen beschäftigt wäre, könnte ich mich diesen Sachen nämlich widmen (ich schrieb bereits von der Krux mit den to-do-Listen…).

Der „plötzliche“ Fitnesswahn war die eine Sache, die mir akut ins Auge fiel.

Nun wurde eben jenes auch einem Produkt gewahr, welches mir in der Form so noch nicht begegnet ist.

Schüttelsalat.

Wer, bitteschön, möchte einem Kopfsalat in vollster Absicht eine Comotio cerebri zufügen, hä?

Da sich diese Frage so leicht nicht klären ließ, schaute ich mir das Produktfoto genauer an.

Wie, bitteschön, soll der Salat in DIESER engen, becherförmigen Verpackung (sogenannter Shaker) frei herumfliegen können, sollte man das Gebilde denn tatsächlich schütteln wollen.

Vielleicht bin ich dafür zu doof, oder in Wahrheit leben in diesem Shaker nur fünf Blättchen Salat, ein Möhrenraspel, zwei Weißkohlstreifen und sage und schreibe drei Maiskörnchen, die entsprechend mehr Freiraum zur perfekten Durchmischung via Schüttelvorgang hätten. Ich weiß es nicht.

 

In jedem Falle, hat mal wieder jemand über die Werbung geschrieben***. Aufmerksamkeit genug für heute…

 

 

 

 

* Manche (Hobby)Meteorologen kommen auf Ideen. Sagenhaft.

** …und viele andere Leser

***…oder ist darüber hergezogen

 

 


Der Pizzabote und der Rohrbruch (11.08.2015)

 

Man stelle sich folgendes Szenario vor:

Hallo? Pizzaservice Heiß&Fettig. Wie kann ich helfen?

„Ich brauche einen Klempner in der Maxstraße 1, 12345 Moritzstadt. Bitte bei Bolte klingeln.

Wir machen uns auf den Weg. Darf es sonst noch etwas sein?““

Haben Sie auch Pizza?

 

Bevor ihr nun gänzlich an meiner Geisteskraft zweifelt…der Anrufer war nicht ich persönlich. Bewahre! So schlimm steht es wirklich nicht um mich.

Mir fiel lediglich ein Kleintransporter ins Auge, auf dessen Rückansicht das Logo eines Pizzaservices prangte und das auf der Breitseite mit einem Klempner- oder Hausmeisterdienst aufwartete.

Ich meine auch nicht eines dieser volltapezierten Fahrzeuge, die sich durch Werbeträger in allen Formen und Farben und auf jedem Quadratmillimeter des Lackes finanzieren. Mal ehrlich, glaubt tatsächlich jemand daran, dass gerade seine beworbene Firma in diesem Farbenmatsch besonders ins Auge zu stechen vermag…und das in Schriftgröße 8 links unter dem Türgriff?! Aber das muss jeder für sich entscheiden. Die Frage nach dem Sinn oder Unsinn darf sich stellen, wer mag.

 

Die Unklarheit bei diesem oben bestaunten Vehikel (Klempner/Pizza der Firma XY) besteht lediglich darin, welchem Aufdruck man nun Glauben schenken darf. Nicht, dass das noch in einer Peinlichkeit endet…

[Zartbesaitete hören an dieser Stelle bitte auf, mit dem Lesen fortzufahren!]

 

Firma XY: „Bitte?

Anrufer: „Einmal Canneloni und die Nummer 3.“ *die Telfonverbindung rauscht* „Canneloni…!“

Firma XY: „Wat wolln Se? Kanalreinigung? Wat gegen ne Verstopfung?!

Anrufer: „Oh, ein Missverständnis…ich hätte gern die Canneloni und die Vortages-Pizza „Frutti di mare“. Das Sonderspezial-Sparfuchs-Angebot zum halben Preis.

Firma XY: „?!

 

 

 

 


Idyllischer Schein ODER: Wenn keine Flügel wachsen (13.10.2014)

 

Kaufen Sie auch lieber die Eierpackung mit den gefühlt ein bisschen glücklicher dreinblickenden Hennen, die Milchpackung mit einer scheinbar lächelnden Kuh vor satten Wiesen und blauem Firmament, oder den optisch auf dem Etikett dargestellt von Hand der schmucken Sennerin selbst gefertigten Käse?
Das Auge isst ja immer mit.

 

Oder geht es Ihnen vielleicht doch um den Inhalt?!

 

Ich könnte mich jedes Mal zereiern, wenn enttäuschte Stimmen zetern, dass auf dem Etikettenbild etwas anderes zu sehen ist, als in der ungeschönten Realität vorherrscht.

 

Wie naiv muss man sein, wenn man glaubt, dass einem tatsächlich Flügel (auch im übertragenen Sinne) wachsen könnten, massenhafter Hamburgerkonsum nicht dick macht und Rauchen völlig unbedenklich sei. Und dann, wenn das erhoffte Flugerlebnis ausbleibt, die Kilos an allen Enden drücken und der Lungenkrebs sich durchs Gewebe frisst, kommen sie aus ihren Löchern und schwingen die große TÄUSCHUNG-Keule! Betrug! Das ist ja alles gelogen! Warum hat uns das keiner gesagt??!!

Der Amerikaner (ich meine nicht das Gebäck mit Zuckerguss) haut ja gemeinhin gerne mal in solch eine Kerbe…und bekommt Recht!
Ab sofort darf sich jeder in den USA ansässige Burger…äh…Bürger voraussichtlich (je nach Gier/Andrang) 10$ für die Haushaltskasse bei RedBull abholen…oder wahlweise RedBull-Produkte für sogar 15$.
Den einen oder anderen Raffzahn wird es wohl geben, welcher aus Prinzip das höherwertig dotierte Sachgeschenk wählen wird…auch wenn die Plörre noch immer genauso wenig Federn sprießen lässt wie zuvor. Egal.
Der Taube pinkeln wir jetzt mal richtig auf den Kopf!

 

Heutzutage muss man als Hersteller offenbar seine Kundschaft regelrecht bevormunden, damit die banalste Angelegenheit nicht in einem riesigen Malheur endet. Man erinnere sich an Warnhinweise auf Mikrowellen oder Wäschetrocknern, dass man darin auf keinen Fall sein Haustier trocknen sollte. Oder Hinweise, dass in der vorliegenden Nussmischung auch Nüsse enthalten sind.
Oder, dass man das Bügeleisen nicht während des Tragens der Kleidung benutzen sollte. Oder, dass man sein Kind doch bitte entfernen sollte, bevor man den Klappkinderwagen zusammenfaltet.
Ich könnte noch unendlich weiterschreiben…*Lachtränchen wegwisch*

 

Und warum gibt es solche für viele rein zur Belustigung (weil bekloppt) dienende Sprüche auf allen erdenklichen Produkten?
Weil es eben jene Bekloppten (‘tschuldigung für diesen Ausdruck) gibt, die genau so etwas zustande bringen oder vor Gericht ziehen, wo sich andere wiederum berechtigterweise fragen, ob das nicht zufällig selbstverständlich sein sollte.

Als Rezipienten der netten Inschriften sind auch nicht nur die Menschen gemeint, die es aus gesundheitlichen Gründen falsch machen könnten (diese zähle ich auch nicht zu oben genannter Gruppe), sondern Kandidaten, die sich auch sonst um nichts Gedanken zu machen scheinen oder es sogar darauf anlegen, nur um am Ende noch etwas für sich herausschlagen zu können.
Unser amerikanischer Freund scheint letzteres ganz gerne als Volksport zu betreiben.
Aber auch hierzulande gibt es genug Leute, vor denen man sich nicht genug absichern könnte.
Zumindest belassen es viele beim Mosern und sind am Ende doch zu faul, vor Gericht zu ziehen.

 

Tja, und da muss die Mutti also Angst haben, dass es den Sohnemann plötzlich und unbändig nach frischen Erdbeeren gelüstet, nur weil auf der Müslipackung diese Früchte mitsamt „Serviervorschlag“ abgebildet wurden.
Dabei wäre das doch die perfekte Möglichkeit, dem Kinde beibringen zu können, dass es nicht immer alles haben kann, was es will…jetzt! Sofort!
Nebenbei: Die Müslischale, der Löffel, die Milch, der Tisch, die Blumenvase mit floralen Elementen, … liegen ebenfalls nicht der Cornflakes-Packung bei. Sorry!

 

Verpackungen sind Mittel zum Zweck…, um den Inhalt halbwegs sortiert nach Hause tragen zu können. Man muss sich nicht einbilden, dass das vorliegende Ei genau aus dem schicken Nest rechts unten am Bildrand stammt. Wichtiger ist doch, dass es den Tieren gut geht und das Produkt einwandfrei ist.
Man muss auch nicht den dreckigsten Misthaufen abbilden, nur weil der so richtig true ist.

 

Manches ist nicht gleich Täuschung oder Schönung im rechtlichen Sinne, sondern einfach nur Denkfaulheit oder vor allem Dünnbrettbohrerei des Anwenders.
Man sollte sich bei Bedarf doch lieber engagiert auf Sachen stürzen, die uns tatsächlich als Verbraucher negativ beeinträchtigen könnten…falsche Angaben, vorsätzliche Veränderungen am Produkt zum Zwecke der Schönung oder Täuschung, …
Man denke zum Beispiel an Gluten-freien Schinken. Das ist Werben mit Selbstverständlichkeiten, was zu unterbinden ist.

Da zählt ein „falsches“, idyllischen Etikettenbild vom netten, kleinen Bauernhof meiner Meinung nach nicht zwingend dazu.
Geschenkt.
.
.
.
.
.
.
.
.
P.S.:
Im Werbeprospekt habe ich „Gute Laune“-Weizenaufbackbrötchen gesehen. Auch wenn ich die Dinger sonst nie kaufen würde, tät ich es doch jetzt einmal darauf ankommen lassen….und wehe, wenn die nicht funktionieren….dann krieg ich aber richtig schlechte Laune! Ich überlege mir schon mal vorsichtshalber, wem ich sie dann lustbringend am besten in den Allerwertesten schieben sollte, falls da was nicht hinhauen sollte…*grummel*
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
P.P.S.:
Nein, ich lass es doch. Ich bin ja vernünftig und glaube nicht jedem werbewirksamen oder stumpfsinnig hetzenden Scheiß. Solltet ihr auch nicht, liebe Freunde!
Wir nehmen nun auch alle die rosarote Brille ab, besinnen uns unseres Verstandes und lassen schöne Bilder ganz einfach schöne Bilder sein.
Wer ist mit dabei?
.
.
.
.
.
Amen und Om…