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Rechts-Links-Schwäche (vom 28.1.2015)

 

Griechenland hat gewählt und gewonnen hat….(?)…..ja wer nun? Das linke, das gemäßigte, das rechte Lager?

Weil das so eine schwere Entscheidung ist, haben sich nun also Links und Rechts zusammengefunden. Klingt komisch, ist aber so!

Links-Rechts-Regierung…hmm, ich finde, dass dies irgendwie militaristisch anmutet…links, rechts, links, rechts,…egal. Jedenfalls muss sich nun keiner mehr Gedanken um seine Orientierung machen. Wo geht’s lang? Links-Rechts und immer geradeaus um die Ecke, dann noch vorwärts zurück und schon sind sie da, wo sie nicht sein wollten.

Und was soll da nun herauskommen? Ist die Schnittmenge eigentlich konträrer Dinge nicht irgendwie „die Mitte“?

Nein, keine Panik, ich propagiere nicht, dass Frau Merkel (DIE MITTE) nun die Geschäfte in Griechenland übernehmen sollte…auch wenn sie dem ein oder anderen Griechen bereits des Nachts im (Alp-)Traum erscheinen mag. Die griechischen Tagesblätter müssten sich ja sonst förmlich mit Angela-Hitler-Karrikaturen überschlagen, dass die Druckerfarbe nicht einmal mehr für den Wetterbericht und den aktuellen Börsengang ausreichen würde.

So, und nun sollen also die Schulden beschnitten, die Tafeln zum Anschreiben (Herr Wirt…noch ein Milliönchen!) mit lockerer Hand abgewischt werden. Einfach so. Rückzahlungen sind ja auch sowas von doof. Geld zuvor auszugeben oder in schwarzen Löchern zu versenken, macht doch eindeutig viel mehr Spaß!

 

Auch hier interessiert mich sehr, was diese neue Regierung nun anzetteln wird und welche Signale für den Rest Europas daraus erwachsen werden. Ich hoffe, dass es nicht zulasten von ein paar wenigen „Dummen“ gehen wird…was auch immer.

In diesem Sinne: Links ist da, wo der Daumen rechts ist und umgekehrt!

 


Eine Busfahrt, die ist lustig, eine Busfahrt, die ist schön… (14.10.2014)

 
Ich habe es gewagt und der guten alten Bahn nach Jahren der Treue den Rücken gekehrt. So gesehen bin ich quasi fremdgegangen.
Wegen einer Fortbildungsveranstaltung nutzte ich also zur Abwechslung den Fernbus…billiger als die beste Gruppentarifkondition, kaum Zeitverlust und in Zeiten von angedrohten Streiks bei der Bahn eine momentan verlässlichere Alternative.
Ich war zufrieden.
Es ist im Übrigen toll, wenn ein anderer für einen die ganzen Trantüten und Kamikaze-Sonntagsfahrer zusammenhupt und man dabei alles entspannt von da oben mitverfolgen kann! Wie im Kino.
*Mööööp*
*Gnihihi*

 

Außerdem erlangt man aus dieser im Vergleich zum Pkw gehobeneren Sitzposition interessante Einblicke in Brummifahrers Stübchen.
Da vergeht die Zeit so schnell, dass man fast traurig sein könnte, dass es das schon wieder gewesen sein soll….wobei ein Stau auch nicht zwingend von Nöten ist.

 

Ein rund(!)um zufrieden dreinblickender Lenker saß zum Beispiel auf seinem fahrenden Thron, wie Gott ihn einstmals schuf: Nackt bis auf (hoffentlich) eine kurze Buxe. Ich frag mich zudem jetzt noch, wo er noch Platz für sein Lenkrad gefunden hat. Diplomatisch ausgedrückt war dies eine imposante Erscheinung gewesen.
Andere wiederum haben sich offenbar komplett eingerichtet, als wäre es die heimische Spielhöhle des Nachwuchses…Teddy on tour, sag‘ ich da nur!
Interessant ist auch herauszufinden, weshalb der Lkw vor einem gerade eben so verdächtig weit nach links abdriftete. Und schwupps wurde noch schnell die Wasserflasche zugedreht und wieder verstaut.
Handys habe ich nicht sehen können…vorbildlich.
Es soll ja schon Fahrer gegeben haben, die sich bei voller Fahrt ihr Mittagessen zubereitet, der Mani- oder Pediküre hingegeben, die Zeitung studiert oder sich sonstige Späße erlaubt haben. Da sage noch einer, Männer können kein multitasking!
Was gestikulieren bloß die Leute im Wagen neben mir so panisch…?!

 


Mit Anlauf und bitte recht freundlich…ein Blitzermarathon. (22.9.2014)

Vergangene Woche fand bundesweit der sogenannte Blitzermarathon statt. Die dafür abgestellten Polizisten mussten dafür nicht zwingend 42,195km laufen, durften sich aber kräftig als Hobbyfotografen austoben.

Meine beiläufig dabei gelernte und aufs äußerste in Staunen versetzende Erkenntnis des Tages dazu:
Je weniger offensichtlich die Kontrolle, desto öfter blitzt es. [in Anlehnung an eine Zeitungsartikelüberschrift]

 

NEEEEIIIIN! Wie das?!

 

  Offensichtlichkeit       =  __     1,00                
.              1,00                             Blitzertreffer

Das ist ja eine reziprok proportionale Gleichung. Wahnsinn.

 

Wenn ich meine fast tägliche Zeitungslektüre nicht hätte, dann wäre ich wohl irgendwann dumm gestorben. Glück gehabt, würde ich sagen!

 

Schön blöd, wenn man wie eine gesengte Sau rasen sollte, aber richtig dämlich ist man, wenn man dies auch dann noch tun würde, wenn man schon aus 10km Entfernung die in Neonfarben leuchtenden Ordnungshüter sehen kann. Es gibt zwar ein paar dieser Blindschleichen/-raser und unverbesserlichen notorischen Bleifüßler im Straßenverkehr, bilden aber (hoffentlich) eigentlich nicht die Regel.

 

Es gab wohl auch, laut unter der Hand verbreiteten und unglaublich feinsinnig recherchierten Berichten, signifikant steigende Raten an unfreiwillig ergatterten Passbildern, nachdem die klar als Kontrollstellen erkenntlichen Beamten abgerückt waren und Kollegen inkognito weiterblitzten.

Was soll man dem noch entgegensetzen? Wenn sich eine Fallgrube vor mir abzeichnet, dann renne ich doch nicht extra hinein…oder nehme ich doch noch mal Anlauf? Hmmm…

 

Aber hey:
ZUCKER IST KEIN SALZ….das werfe ich jetzt mal so tollkühn in den Raum. Vielleicht lernt hier dadurch ja auch noch jemand was dazu. Von wegen Bildungsauftrag und so…
Wer weiß.

 


Ghettosprech…’s haut mich wech! (verfasst am 16.7.2014)

Kurzzeitig meinte ich, die Zeitung mit Bestimmtheit in die Ecke zu verbannen, als ich kürzlich einen Artikel über die neue Sprachgeneration lesen musste. Gut, es hat mich niemand gezwungen, mir die Zeilen in voller Länge geben zu müssen, aber wie es so ist: Der Voyeurismus hat gesiegt. weiterlesen