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Familie Arschruhe geht einkaufen (25.2.2015)

 

Oh, wie ich Leute liebe, die es mit ihrer „subtil“ provokanten Art immer wieder schaffen, unbedingt meinen Weg kreuzen zu müssen.

 

Ich rollte heute vor ein paar Minuten mit dem Auto über den Parkplatz eines Supermarktes. Natürlich langsam und vorsichtig….man weiß ja nie, wer sich mit suizidalen Absichten vor meinen Kühler schleicht. Und gerade einkaufendes Volk ist unberechenbar…die einen stürmen blindlings in den Laden, die anderen erwachen mühsam aus ihrem soeben überwundenen Kaufrausch….und alle müssen zwangsläufig über den Parkplatz schlawenzeln.

So, ich fahre also Schrittgeschwindigkeit und lange an einer dreiköpfigen Familie an, die nebeneinander in geschlossener Reihe über die Fahrbahn spaziert. Nebenbei, an dieser Stelle ist wirklich viel Platz (3-4 Autos könnten nebeneinander vorbeifahren!). GENAU MITTIG! Da war kein Vorbeikommen, schließlich könnte Familie Arschruhe ja kurz noch- ohne den rückwärtigen Verkehr zu beachten- die Richtung wechseln…zum Eingang oder zu den Einkaufswagen.

Boah, und dann guckt sich Vater Arschruhe seelenruhig um, sieht mich und alle laufen in einem urst gemütlichen Tempo weiter. IMMERNOCH GENAU MITTIG.

Hallo, das ist hier kein Fußgängerüberweg! Hier dürfen auch Autos fahren.

Tja, und Papa Arschruhe in seinem Prolloaufzug (Turnhose, Jacke mit Kunstfellimitat, mit Fluppe im Mundwinkel) grinste mich auch noch kackenfrech an.

Den hätte ich am liebsten die Zigarette von retrograd inhalieren lassen!

Mama Arschruhe und Sohn Arschruhe war alles scheinbar komplett wurscht. Es ist offenbar normal, ohne zu gucken über Straßen oder von Autos befahrene Wege zu laufen.

 

So ein ignorantes und über die Maßen proletisch auftretendes Volk, das sich am Ende den ganzen Tag auf der Couch breitlaufen lässt, es am Nachmittag mal kurz hinaus in den Supermarkt schafft, um dann auch noch die arbeitstätige Bevölkerung auf eine äußerst provokante Art an der Nase herumzuführen, ist echt das Letzte, was man gebrauchen könnte. Die wären aber die ersten, die alte Omis zusammenhupen würden, wenn sie selber mal in einem Auto sitzen würden (ich hoffe jedoch, dass dieser Knallfrosch niemals als Kraftfahrer am Straßenverkehr teilnimmt!).

 

Genug geärgert für heute. Morgen beginnt ein neuer Tag.

 

 

P.S.: Verzeiht die Kraftausdrücke. Sollten Kinder mitlesen: Bitte die Augen zuhalten! Aber: Diese Worte beschreiben eben (leider) am treffendsten, was da vor sich gegangen ist.

 

 

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Kinderkram (8.1.2015)

 

Kindermund tut Wahrheit kundt! Dieses Sprichwort kann sicher ein Großteil der Bevölkerung bestätigen. Was die kleenen Knöppe (im noch unverdorbenen Alter) manchmal so raushauen…meine Herren, und oftmals treffen sie auch noch den Nagel auf den Kopf.

Was wir Erwachsene scheinbar mit der Zeit unter „allgemeine Betriebsblindheit“ ablegen, lassen uns  Kinder manchmal wieder vor Augen führen, darüber schmunzeln und im besten Falle auch darüber nachdenken.

Zum Teil wirken Kinder sogar reifer als ihre ausgewachsenen Pendants. Manchmal sind sie es auch.

 

So beim Bäcker erlebt:

Ich bestellte 2 Semmeln und wollte gerade bezahlen. Doch was ich da vernehmen durfte, ließ mein Nichtraucher-Herz höher schlagen. Da meinte doch ein kleines Mädchen mit ernstem Brustton der Überzeugung, dass ihr Vater das ganze Geld (Kindergeld erhalten, Goldmine unter dem Gartenhäuschen ausgehoben, Erbschaft gemacht, Goldesel gezüchtet, …) nicht allein in Zigaretten stecken sollte.

Punkt.

Herrlich. Danach herrschte erst einmal kurzes Schweigen.

Den weiteren Verlauf konnte ich leider nicht mitverfolgen, weil ich weiter musste. Ob die Botschaft zwischen Teerablagerungen und Rauchschwaden hindurch zu einer passenden Synapse dringen konnte? Für das Mädchen wäre es doch stark zu hoffen.

 

Und dann gibt es aber auch wieder Kinder, bei denen man hofft, dass sie später mal nicht ganz so traumtänzerisch umherwandeln mögen.

Ich stand vor dem Kühlregal und bückte mich nach eingelegten Gewürzgurken (die leckeren aus dem Fass). Aus dem Augenwinkel nahm ich dann ein Mädchen wahr, welches durch den Gang schwebte…bis es schließlich bei mir anlangte…und an meinen Hacken zum Stehen kam.

Fein, kann passieren. Ist ja nur ein Kind.

Doch dessen Reaktion darauf war nicht so fein.

Ey„, raunzte es mir zu. Zwar schien es, als hätte sie der Mut kurz vor knapp doch noch verlassen, aber es kam klar und deutlich bei mir an.

Ja, was stehe ich da aber auch so dumm herum und versperre sinniger Weise auch noch ihre unkalkulierbaren Tanzbahnen.

Und Mami scherte sich direkt nebendran um gar nichts. Ich hätte mein Kind im Einkaufsladen schon am Eingang zur Ordnung gerufen…nicht, dass noch ein Malheur passiert. Stellt sich hier also die Frage, wer hier der größere Traumtänzer gewesen ist…Mutter oder Kind. Ich bin für: Beide. Dem Kind sei es gegönnt, die Mutti sollte vielleicht etwas mehr aufpassen, was der Spross da an flotter Tanzsohle aufs Parkett legt.

Und bevor sich jemand beschwert: Die Mutti war keinesfalls mit irgendetwas überfordert. Zudem habe ich es auch vor Ort nicht sonderlich verbissen gesehen. Trotzdem: Ich möchte niemanden die selbst geschaffene Idylle* auch während des Einkaufens verwehren…ist ja eine schöne Sache…aber lasst mich dabei bitte in Ruhe die Knoblauchgurken begutachten. Danke.

Herzlichst!

Der Autor.

 

 

*Die Frau ist bestimmt eine recht liebe und tolerante Mutter, die mit sich und der Welt in Frieden lebt.


Wird das Rauchen jetzt eine gesunde Angelegenheit? (27.8.2014)

An der Kasse eines Discounters habe ich nicht schlecht gestaunt, als die junge Dame vor mir nach Zigaretten ohne Zuckerzusatz fragte.

Die Profis unter den Glimmstängel-Vernichtern mögen es mir verzeihen, wenn diese Tatsache schon ein alter Hut sein sollte. Mich überraschte jedenfalls die unerwartete Bitte ans Kassenpersonal.

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Umzingelt und zugedröhnt (10.8.2014)

Habe ich mich eigentlich schon über unverschämte Raucher aufgeregt?
Ja? Dann werde ich es gleich wieder tun. weiterlesen


Da hält sich ja eh keiner dran… (3.8.2014)

Zunächst eine Frage: Wie ignorant kann man eigentlich sein? Oder anders gefragt: Wie sinnbefreit ist es eigentlich, sich bewusst über eine soeben selbst erlangte Erkenntnis nach besten Wissen und (fehlendem) Gewissen hinwegsetzen zu können? weiterlesen