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Verloren gegangen (26.1.2015)

 

So, ich bin es wieder. Und nein, ich habe bei meiner Möbellieferung keinen einzigen Nerv verloren.

Soweit so gut und erstaunlich obendrein, denn: Etwas anderes ging stattdessen verloren.

Da fehlte doch tatsächlich ein Hängeschrank bei der Lieferung. Wer weiß, auf welchen Umlaufbahnen dieses „leicht“ übersehbare Teil gerade seine Runden im Orbit dreht…ich hoffe, sie finden es baldigst wieder und das dann nicht erst in zehn Jahren, wenn mal wieder das Zentrallager (in der Hoffnung also, dass es überhaupt produziert worden ist) durchgefegt wird. Huch, da steht ja noch was…es gibt ja auch Postkarten, die erst nach vielen Jahrzehnten ihren Empfänger (oder dessen Kinder/ Enkelkinder) erreichen.

Und eine Lampe wartete auch noch ohne Steckerverbindung auf…braucht man ja nicht. Man schließt schließlich das laufende Hamsterrad für die Stromproduktion direkt am nackten Kabel an. Es werde Licht! Stecker sind sowas von überflüssig….dachte sich der Lieferant. Der Meinung bin ich nicht und deshalb werde ich mich dahinter klemmen, damit alles rasch über die Bühne gehen kann. Vorerst muss ich mich damit trösten, dass ich ohne funktionstüchtige Lampe zumindest deren Stromverbrauch einspare….welch bestechender Irrwitz! Man muss es sich halt nur schönreden können.

 

Seltsamerweise haben mich diese Querschläger kaum angehoben. Vielleicht, weil mich alles andere überrascht hätte. Es ist doch immer irgendwas. Der Mensch braucht Beständigkeit…und zack geht wieder etwas andere Wege, als man es von einem reibungslosen Ablauf erwarten würde. Im Endeffekt ist also wieder alles im Lot, wenn etwas schief geht. Klasse Logik, nicht war?

 

Ich warte dann also mal gespannt und aufs Höchste geduldig auf meine verschollenen Stücke…und warte….immernoch.

 

 

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Aneinander vorbei… (22.1.2015)

 

Es ist schon interessant, wie Menschen aneinander vorbei reden können.

 

Ich wollte doch lediglich wissen, ob eine genaue Lieferzeit für meine Küchenmöbel feststeht bzw. ab wann ich tatsächlich mit dem Anrücken der Mannschaft rechnen darf.

Von 7 bis 18!„, tönte es mir im Telefonhörer entgegen.

Ich war ein wenig perplex ob des weit gefassten Zeitraumes, der sich vor ein paar Wochen noch auf einen Vormittag zu erstrecken gedachte. So, so.

Auf Rückfrage, ob sie nicht doch den Vormittag meinte, wollte mir die Dame erklären, dass ein Küchenaufbau schließlich lange dauern würde. Konnte ich mir schon denken (!). Geschenkt . Doch ich hörte schon die Nachtigall im Hintergrund trappsen. Meine Gesprächspartnerin war wohl gedanklich in einer anderen Richtung unterwegs, obwohl es an meiner ursprünglichen Fragestellung nix zu deuteln gegeben hätte…wie gesagt: Ab wann darf ich mit den Monteuren rechnen…einen Tag vorher müssten sie ja so langsam aber sicher einen Routenplan erstellt haben.

Also bohrte ich nach und durfte investigativ-journalistisch aus dem Gesagten herausfiltern, dass vor mir nur ein Kunde (ab 7 Uhr) an der Reihe sei, für den ca. 90 Minuten anberaumt worden sind.

Was macht das also nach Adam Ries und ein paar extra Minuten Fahrtzeit zu mir? Genau! Ich darf theoretisch ab 9 Uhr meine Küche (in Einzelteilen) erwarten.

Das, und nur das wollte ich wissen. Ich war zufrieden und teilte der Dame noch schnell meine rechnerischen „Kopfstände“ mit. Und siehe da: „Ja, genau. Ab 9Uhr wären die Leute ungefähr bei Ihnen!

Ein schwere Geburt, aber das Licht der Erkenntnis hat es auf die Welt geschafft. Falls es im Laufe des heutigen Vormittag bei Dir, lieber Leser, ungewohnt hell geworden sein sollte…weißt nun Bescheid, gell. (-:

Zumindest war die Dame auf der „falschen Leitung“ recht freundlich. Das will ja auch was heißen. Am Ende sind alle glücklich und zufrieden…ich hoffe morgen auch noch…ein Küchenaufbau ist ja keine halbe Sache. *stumm hoffend*

 

Ahoi, und bis bald…hoffentlich frisch fröhlich und ohne einen einzigen Nerv verloren zu haben!