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So, oder so ähnlich (10.05.2016)

 

Wie fühlt es sich an, sich eine Woche bei Traumwetter erholen zu dürfen?

Seeehr gut, kann ich euch versichern!

Wie lange hält dieser Effekt an?

Im Allgemeinen sicher eine Weile.

Wie lange im Speziellen?

1 Minute!

Gestern stürzte ich mich mal wieder in die Höhle des Löwen. Kopfüber und ohne Sturzhelm.

Es war wieder exemplarisch. Stellt euch beispielhaft vor, ihr erarbeitet einen Plan, freut euch über das halbwegs gelungen ausschauende Ergebnis und dürft dann jedoch ständig Änderungen vornehmen, weil immer wieder kurzfristig neue Meldungen eintreffen. Natürlich fein säuberlich voneinander getrennt eintrudelnd, eine nach der anderen, niemals im Pulk. WEIL es so viel Spaß macht und ihr ja auch überhaupt nichts mit euch anzufangen wisst. Irgendwann stellte ich in meinem konkreten Fall jedenfalls fest, dass ich bei einer neuerlichen Änderung wohl an der Decke wiederzufinden sei und stellte mir dabei eine widerborstige, sich an eben jener Decke festkrallende Mietzekatze vor.

Heute dann wollte ich mal pünktlich Feierabend machen. Alles war für diesen Tag abgearbeitet. Keiner wollte mehr akut etwas von mir, was nicht bis morgen auch noch Zeit gehabt hätte. BIS das Telefon klingelte. Ja, ok, ich warte auf Sie. Kein Problem.

Irgendwann daheim angekommen, machte ich mich daran, die Steuererklärung (Ihr erinnert euch sicher…) reisefertig zu machen und stiefelte mit ihr zur nächsten Postfiliale.

Diesen Gang verbuchte ich letztlich auch nur unter „Spaziergang im Sonnenschein“, denn die Filiale hatte kurzfristig neue Öffnungszeiten veranschlagt, obwohl letzte Woche noch nichts davon zu ahnen gewesen war. Aber natürlich haben Sie mein Verständnis, wenn Sie mich schon so freundlich darum bitten, …. NICHT!

 

Also manchmal geht mir dieser Murphy echt auf den Zeiger.

Naja, Hauptsache, der große Rest geht seinen sozialistischen Gang*! Hierfür suche ich jetzt gleich mal mein „Ommmm“ und bastel mir aus meinem schlechten Karma lustig-bunte Origami-Pelikane….

 

 

 

* geprägt durch völlige Unaufgeregtheit

 

 

 

 

 

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Parteien-Suchi (27.02.2016)

 

Wahlen in Sachsen-Anhalt:

 

Intro:

„Gerollt oder gefaltet?“ – „Sehe ich so aus, als ob es mich interessieren würde?“ (Agent NullNullNIX)

 

 

Schnödes Falten der Parteiwerbeblättchen ist so dermaßen von gestern, dass sich moderne Parteien gehörig den Kopf zerbrechen mussten, wie sie ihr wahlwirksames Phrasieren am auffälligsten an den Endempfänger- sprich den Wähler- bringen könnten.

Hier ein paar nicht ernstzunehmend ernstzunehmende Vorschläge…

 

Idee 1: Papierflieger:

Filigran gebastelte Papierflieger bedürfen grundsätzliches Verständnis von Physik, Aerodynamik sowie zwei Hände, die nicht nur linke Daumen aufweisen sollten. Ähnlich verhält es sich mit Origami-Pelikanen.

Zu beachten ist hierbei jedoch, dass auf den Flug gebrachte papierne Objekte durch die Luftraumüberwachung mittels Primär- und Sekundärradar aufgespürt werden könnten. Sollte, wie zu erwarten, keine eindeutige Identifizierung stattfinden, würden nach spätestens zwei Minuten Kampfjets der Bundeswehr starten* und die Flugobjekte abdrängen oder im Notfall sogar abschießen.

Die Idee kunstvoll gebasteler Wahlwerbe-Flugapparate wäre somit erst einmal vom Tisch.

 

Idee 2: Papierschiffchen:

Alternativ könnte die Wahlwerbebranche auch den Wasserweg beschreiten. Doch Obacht: Man hüte sich dabei vor Blasphemie! So richtig übers Wasser gehen konnte nämlich nur einer…sehen wir mal von zugefrorenen Tümpeln großzügig ab.

Man könnte die Wahlprospekte jedenfalls auch zu Schiffchen umfunktionieren. Oma Erna würde nicht schlecht gucken, wenn sich plötzlich ein Stimmen fangender Kahn aus dem Wasserhahn quetschen würde. Die Aufmerksamkeit hättet ihr, werte Parteien. Nur der Abgang eurer schwimmfähigen Konstrukte könnte gleichwohl recht unrühmlich in der Gosse enden. Farblich steht es auch nicht allen gut zu Gesicht….es könnte zu peinlichen Verwechslungen kommen!

 

Idee 3: Konfetti!:

So manches Wählerinformationsblättchen kann ehrlich gesagt nicht zwingend mit Inhalten punkten. Wozu auch. Entweder redet eh nur jeder jedem nach dem Mund (theoretisch könnten sich viele Parteien auch einfach zusammenschließen…), oder es werden wieder nur hohle Sprüche geklopft, die am Ende sowieso niemand einhalten kann oder nötigenfalls will. Über kuriose Forderungen von einschlägigen, offenbar am liebsten sich selbst abschiebenden Parteien möchte ich an dieser Stelle nicht viel schreiben.

Dann könnte man aber wenigstens etwas zu einer besseren Stimmung im Lande beitragen, finde ich. [Alle Faschings- und Karnevalsmuffel hören an dieser Stelle mal kurz weg (ich auch…)] Wie wäre es dann also mit Konfetti?!

Eines sage ich euch aber: Ich mach‘ den Dreck nachher nicht weg, während ihr euch auf eurer Wahlabschlusspartei glückselig einen hinter die (Augen)Binde kippt/respektive zum gemeinsamen Heulen in die Kellerbar eures Parteibüros verdrückt!

Nö!

 

Aufgrund dessen, dass offensichtlich jeder bisher genannte, durchaus künstlerisch hochwertvolle Vorschlag irgendeinen Haken aufzuweisen hat, dachte sich DieLinke folgende Variante aus:

Wir rollen unsere Parteizeitschrift, wickeln einen Schnippsgummi (in rot!!!) drumherum und packen das dann in dieser Form in die Briefkästen unserer potentiellen Wählerschaft.

 

Warum nur bin ich nicht gleich auf diese Idee gekommen…?

 

 

Outro:

„Ich bin für den Origami-Pelikan!“ (Agent NullNullNIX)

 

 

 

 

 

 

* Wenn nicht gerade ein Werkstatttermin angesetzt worden ist…