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Adrenalin i.v. und ein kurzes „Hallo!“ (15.06.2016)

 

 

Zugegebenermaßen befürchtete ich schon, zu einer eilig eingeleiteten Reanimation meines Blogs schreiten zu müssen, nachdem ich ihn dermaßen vernachlässigt hatte und regelrecht brach darnieder* liegen ließ.

Doch ich musste feststellen, dass ihm ein Tässchen Kaffee wohl genügen dürfte, um aus den doch erfreulicherweise immer wieder mal (auch unerwartet deutlicher) auftretenden Zuckungen der Statistiksinuskurve ein paar kräftigere Herzschläge zu generieren.

Hoffe ich jedenfalls!

Es liegt natürlich ganz an euch und eurer Gunst, werte Leserinnen und Leser, ob es zum Blümchenkaffee oder doch zum doppelten Espresso gereicht. Ansonsten müsste ich auf ein weiteres, vorbeiziehendes Donnerwetter warten, um ihm mit Hilfe elektrischer Entladungen total Frankenstein-mäßig neues altes Leben einzuhauchen. Ob das jedoch mein Laptop überstehen würde, wäre überaus fraglich. Deshalb vertraue ich eindeutig lieber auf euch und eure Neugier, was ich denn mal wieder hier dringend abzuladen habe, nachdem euch solange Ruhe vor mir vergönnt gewesen ist.

Kennt ihr den Spruch mit dem Unkraut? Ja, ja…es kommt auch immer wieder. 😉

Es sei denn….man kippt reichlich eines sehr potenten Unkrautvernichters darauf. Das sollte man sich jedoch überlegen, da der Wirkstoff unter Umständen nichts geringeres ist als das bis vor kurzem sich noch „in aller Munde befindliche“ Glyphosat. Dann kam aber leider die Fußball-EM mit all ihren von akuter Amnesie geprägtenVorwehen dazwischen, als es gerade so richtig spannend wurde.

Momentan liegt die Entscheidung der EU auf Eis. Womöglich haben die Lobbyisten einfach noch nicht genug Kohle hin- und hergeschoben. In den diversen „Kommissionen“ steckt doch jeder mit jedem unter der Decke und das Curriculum Vitae des ein oder anderen Fürsprechers „pro Glyphosat“ scheint sich offenbar auch recht interessant zu lesen……aber natürlich entscheidet man immer nur objektiv und zum Wohle der Menschheit…nach bestem (Un)Wissen und (Un)Gewissen. Das erklärt, warum man ursprünglich anscheinend Ergebnisse weiterer Prüfungen eines Gremiums nicht noch hat abwarten können.

Honi soit qui mal y pense

So, und wie bekomme ich noch die einigermaßen positiv stimmende Kurve zurück zur Wiederbelebung meines Schreibstübchens? Totgeglaubte leben länger?! Das klingt ganz gut, denke ich, wenn auch etwas pathetisch. Egal. Ein Bisschen „drüber“ darf es auch mal sein.

In jedem Fall, und das erfreut mich im Angesicht der sträflichen Verwahrlosung der hiesigen Ansammlung geschriebenen Wortes umso mehr, darf ich sogar Zuwachs begrüßen:

 

Ein herzliches Willkommen geht an dieser Stelle an Ingwer und an mylittlemeows!

 

 

I’ll be back. Soon.

I hope so zumindestens.

 

 

 

 

* für alle Orthografie-Liebhaber: Offiziell geht auch „danieder“.

 

 

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Die Kuh wird gemolken, solange sie noch Milch gibt! (6.1.2015)

 

 

Momentan ist nicht griechischer Feta in fast aller Munde, sondern spekulative Überlegungen zum Austritt Griechenlands aus dem Euro.

Und wie Schafskäse einen unangenehmen Beigeschmack mitliefert (zumindest bei mir), so tut dies auch die Debatte um Grexit.

Griechenland hat über seine Maße gelebt. Das kann keiner bestreiten. Wer auf Pump lebt, genießt das Leben im Augenblick, denkt aber oft (aktiv) nicht an das Danach, an Rückzahlung, an Zinsen, … oder kalkuliert bewusst ein, dass sich die Welt schon irgendwie weiterdrehen wird. Das tut sie doch immer.

In den USA lebt man zum Großteil auch auf Kredit. Nun sieht es dort mittlerweile eng aus im Staatssäckel. Aber wird die USA untergehen? Nein! Wenn, dann eher der Rest der Welt. Davon bin ich überzeugt. Und der kleine Sparkassensparer, der sich Geld für eine Anschaffung zurücklegt, fragt sich, was da schief läuft und noch Geld dafür bezahlt, dass er spart…..man rechne nur einmal schnell aktuelle Sparzinsen (fast null Komma nix) und Teuerungsraten gegen….Sparen heißt verlieren. Traurig.

Und so kommen also einige trotzdem immer weiter durchs Leben, obwohl sie effektiv keinen Pfennig in der Tasche gehabt hatten oder haben.

Bargeld ist doch heutzutage eh eine antiquierte Angelegenheit, die im Kosmos von heutigen Finanzmärkten komplett untergeht. Mit was für Zahlen die Börsen und Staaten jonglieren….das hat längst nichts mehr Greifbares. Das existiert alles nur auf digitalen Ebenen und entschwindet allmählich im Wahnsinn.

Komme ich zurück zu Griechenland.

Als EU-Mitglied ist ein Austritt aus der Währungsunion so ein Ding, das nicht so ohne weiteres möglich ist. Laut Vertrag müsste die gesamte Mitgliedschaft aufgekündigt werden. Warum dann aber Großbritannien in der EU ist und trotzdem seinen Pfund pflegt? Da geht es doch auch, nur dass es dort von Beginn an so lief.

Ein kleines Hintertürchen würde es wohl geben. Sollte Griechenland unter der neuen Regierung die Zinsen nicht bedienen wollen und somit gegen Vertraglichkeiten des Rettungsprogramms verstoßen, könnte die EZB dann verstärkt auf ihre Sicherheiten pochen und am Ende, sollte es den griechischen Banken eben an diesen Sicherheiten (Wertpapiere, …) mangeln, weitere Kredite verwehren. Und so weiter und so fort.

Wie auch immer.

Natürlich gibt es angstvolle Stimmen, die vor einem Ausschluss Griechenlands aus dem Euro warnen. Was ist denn, wenn Griechenland aufgrund des Ausschlusses aus dem Euro dann seine Hilfsgelder gar nicht mehr begleicht, weil die EZB erneute Kredite verwehrt?

Hallo?

Warum kam es denn zu dieser Debatte?!!
Weil Griechenland diese Rechnungen eben nicht in dem Umfang bezahlt, wie es sollte, bzw. eine neue Regierung sich querzustellen droht…im Gegensatz zu anderen EU-Staaten, die sich auf dem Papier halbwegs saniert zu haben scheinen.

Griechenland ist doch nicht dumm.

Die willige (weil ängstliche) Kuh wird gemolken, solange sie Milch gibt. Ohne Gewissensbisse.

Kommt es da für die zahlenden EU-Mitglieder nicht günstiger, einen Schnitt zu wagen?
Es ist doch fraglich, ob Griechenland jemals alles begleichen kann und stattdessen Kraft seiner Wassersuppe mit Zahlungseinstellung droht.
Am Ende liefert die Gemeinschaft weitere Kredite und bleibt am Ende trotzdem auf den alten Hilfsgeldern sitzen.

Ich weiß, dass diese hohe (Finanz-)Politik nicht so einfach ist, wie man es sich als kleiner Bürger so vorstellt, aber ich bin mir sicher, dass es nicht im Sinne aller ist, wenn sich ein renitenter Gast auf Kosten anderer gesundstößt und auch noch gegen die helfenden Hände Drohungen ausspricht, um sie zum Stillhalten zu zwingen.

Am Ende geht es zu Lasten der Bevölkerung in der EU…auch der Griechen, die gewillt sind, ihr Land zu sanieren.

Wie ich anfangs schon schrieb: Heutzutage umlaufende Geldsummen mitsamt Finanzpolitik sind schon längst an grenzdebilen Ufern gestrandet.

Irgendwann rappelt es in der Kiste, die Kleinsparer werden das Nachsehen haben, am Ende dreht sich die Welt doch weiter und die hohen Tiere werden stolz darauf sein, wenn sie verkünden können, uns Menschen vor einer vermeintlich noch größeren Katastrophe bewahrt zu haben.

Am Ende des Tages gehen alle zu Bett und ein paar Marionettenspieler ziehen wieder im Verborgenen ihre Fäden.

Und so dreht sich das Rad…

 

 


Schief gewickelt (10.10.2014)

 

Über diese Neuigkeit staunte ich nicht schlecht.

Geplante Änderungen der EU-Nitratrichtlinie und der Düngeverordnung ließen einen Bauern (bzw. den Bauernverband) jetzt kreative Wege des Protestes beschreiten, welcher seiner Kuh kurzerhand eine Windel umschnallte. Welch Kunstgriff der Verhüllung!

Sollten Sie auch im Besitz von Vieh sein, das Mist macht, dann würde ich empfehlen, mal schnell das Geodreieck aus der Mottenkiste oder dem Federmäppchen ihres Kindes zu kramen, es in ihren Abhang zu rammen und die Winkelung zu bestimmen.
Bei 15 Grad soll die magische Grenze liegen, die Gut von Böse trennt.
Alles darüber ist ganz große Sch**ße und gefährdet aufgrund der Neigung mit entsprechenden Auswaschungen von Nitrat unser Grundwasser im besonderen Maße.

14 Grad sind aber ok. weiterlesen