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Weckruf des Himmels. (1.3.2015)

 

Sachte klopfen die Regentropfen an mein Fenster. Es ist früh am Morgen an einem Sonntag im März.

Immer heftiger fordern die Tropfen, die inzwischen zahlreich vom Himmelsdach herabstürzen, meine Aufmerksamkeit.

…..

VERDAMMT!**„, schießt es mir durch meine Hirnwindungen, die eigentlich noch etwas Schlaf bedürften.

Mit einem Satz springe ich aus dem Bett, lasse die wohlige Wärme, die weiche Bettstatt hinter mir und sprinte ins Wohnzimmer. Dort angelangt reiße ich die Balkontür auf und rette meine fast trockene Wäsche vor einer erneuten Dusche. Viel länger hätte ich nicht in den eh schon rar gesähten Traumlanden verweilen dürfen.

 

 

Leute, gegen solche Geistesblitze kann jeder Wecker mit Doppelglocken oder Verbindung zur voll aufgedrehten Soundanlage einpacken! Ich war jedenfalls munter und mein Kreislauf höchst aktiv. Dass ich mich trotzdem nochmal kurz ins Bettchen kuschelte, tat ich auch nur aus Prinzip, schließlich hatte ich an diesem Wochenende sowieso nur den Sonntag frei und konnte da doch nicht schon zum Hahnenschrei aufstehen.

Übrigens: Ab heute ist meteorologischer Frühlingsanfang. Das habe ich so jedoch nicht validieren können, als ich heute morgen den Weckruf des Himmels hörte…

 

 

 

** Das ist nur die geschönte Version. Eigentlich rief ich leise „Scheiße!“. Aber sowas schreibt man ja nicht oder nimmt es gar in den Mund (igitt). (-;

 

 

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Mor lasse de Kirch im Dorf? Leider nein! (15.2.2015)

 

Nun ist es also passiert: Der Terror bedroht Deutschlands Feiervolk und der Jeck guckt in die Röhre.

 

Soweit ist es nun also schon gekommen, dass Menschen, die sich einfach nur dem Spaß hingeben möchten, durch angedrohte Gewalt in ihrem Recht auf ein frei geführtes Leben beschnitten werden.

Karneval und der Summs drumherum sind Geschmackssache, und ich fühle mich nicht direkt eingeschränkt. Dennoch finde ich es schade für jene Mitbürger, die einfach mal ausgelassen dem Narrentum frönen wollten. Für die Braunschweiger sah es an diesem Sonntag nämlich reichlich zappenduster aus, was bunten Bonbon- und Konfettiregen anbetrifft.

Wenn Gefahr im Verzug ist, kann man leider die Kirche nicht mehr im Dorf lassen und sich beschwingt über sämtliche Düstermaler und Droh-SMSen stellen. Dann muss man leider auf die bittere Kamelle beißen und den Festumzug absagen. Dies ist zwar ein Einknicken gegenüber dem internationalen Terror, aber eben die einzig mögliche Konsequenz daraus, dass man nicht mehr für die öffentliche Sicherheit garantieren kann.

 

Eine Schande ist das! In Festumzügen steckt schließlich auch Mühe und Herzblut. Zum Trost spende ich an dieser Stelle mal ein paar virtuelle Helaus, Alaafs, Ahois…oder wie das alles heißt.

Da kann man nur hoffen, dass es die Karnevalshochburgen nicht auch noch trifft.