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Harmloser Infekt? (06.07.2017)

 

 

Besonders kitschig-romantisch veranlagt bin ich ja von Haus aus eher nicht.

Aber bei mir hat  sich wohl die äußerst penetrant agierende Horde Schmetterlinge so dermaßen Raum in meiner Magengegend einverleibt, dass noch nicht einmal ein kleines Frühstück aus Keks und Kaffee hineinpassen möchte.

Ok, dann hungere ich halt. Macht ruhig, ihr Flattermänner!

Wenn ich vom Ast kippe, seid ihr Schuld. Pah!

 

Ich wusste nicht, dass Liebe auf den ersten Blick (oder, was ich annehme, als Liebe auf den ersten Blick zu deuten) von der Heftigkeit her einer Krankheit gleichkommt, die gefühlt kurz nach Magen-Darm kommt. Nur ohne Darm. 😉

Hilfe!

Ein solches Gebahren kenne ich ja noch nicht einmal selbst von mir.

Bei mir muss die rosarote Brille echt schon dunkelrosarot sein. Mit Leuchteffekt im Dunkeln.

Bob! Wie abgefahren ist das denn?

Achterbahnen waren noch nie mein Ding (hauptsächlichst wegen diverser Sicherheitsbedenken), aber nun sitze ich mittendrin und lenke das Teil sogar noch!

Man könnte glatt an meiner Zurechnungsfähigkeit zweifeln.

Mittlerweile zweimal gesehen, endlose Gutenachtgeschichten per whatsapp und dann so einen Aufstand?!

 

 

Wenn es nicht so schön wäre, hätte sogar ich mir mittlerweile einen Arzttermin wegen dauerhafter Inappetenz und latenter Nausea besorgt. 🙂

Ist Verliebtheit heilbar?

Müssen wir jetzt alle sterben?

🙂

 

 

 

 

 

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Katzenjammer (08.10.2015)

 

Katzen sind schon putzige Tiere.

Erst blicken sie dir in aller Seelenruhe entgegen- unschlüssig, ob sie (schwarz befellt) gleich oder erst etwas später die Straßenseite wechseln sollten, nur um den Moment länger auszukosten, in dem sich das Opfer/Menschlein schon den zugehörigen Spruch* gedanklich zurechtlegt– und schon im nächsten Augenblick schießen sie wie ein geölter Blitz aus dem Gestrüpp gegenüber zurück zum Ausgangspunkt.

Tja, Miezie, tut mir leid: Der von dir soeben aufgesuchte Busch war wohl schon besetzt.

Mit einem Affenzahn raste jedenfalls das Doppelgespann durch das Zwielicht vor mir und entschwandt im Dickicht neben mir. Wildes Rascheln ertönte bis das Durcheinander in ein infernales Geschrei mündete.

Katzenjammer par excellence!

Schon allein eine herkömmliche Paarung klingt unwesentlich „romantischer“. Bei Katzen in jedem Fall. Aber dieses Duo verfolgte eindeutig andere Ziele…..bei denen süße, knuddelige Kitten keine Rolle spielen dürften.

 

Schmunzelnd ließ ich die Szenerie hinter mir. Warum haben nicht derer zwei Katzen Platz in einem Gebüsch mit den Abmaßen von mehr als 1,5 x 2,5m? Klar: ALLES MEINS, MEINS, MEINS! Mein Revier. Mein Busch. Mein Raschellaub. Mein Erdloch. MEINE Beute!! Das kommt mir nur zu bekannt vor….von uns Menschen.   😉

 

 

 

* Von links nach rechts: Dann pecht’s. Von rechts nach links: Dann gelingt’s!

 

 

 


Possierlicher Damenbesuch (09.09.2015)

 

Eine neue Mitbewohnerin (auf Zeit wahrscheinlich) ziert neuerdings meinen Hausrat. Sie hat sich bei mir eingenistet und lungert bereits seit 3 Tagen an ein und derselben Stelle im Bad herum…genau gegenüber der Toilette. Was sie sich von dieser Position in der allerersten Reihe erhofft, bleibt mir ein Rätsel und lässt mich mit einem Gefühl, observiert zu werden, zurück. Aber da steh‘ ich drüber…auch über ihre 8 Augen.

Spätestens jetzt sollte ersichtlich sein, dass Madame eine Spinne ist. Klein, aber lang- und äußerst feingliedrig.

Da ich nichts und niemandem an die Kehle gehe, der/die/das mich nicht in meinem Seelenwohl direkt zu gefährden droht (und sonst natürlich auch nicht!), habe ich den ungebetenen Gast seither einfach wegignoriert.

Leben und leben lassen.

Ich fürchte jedoch, dass die zarte Lady demnächst an einer chronischen Unterzuckerung eingehen könnte, wie die ein oder andere Vorgängerin zuvor.

Ob ich sie füttern sollte? Aber was gibt man solch einer Dame? Einen fetten Brummer à la „Und grün schillerte die Sch**ßhausflliege„?! Ich weiß nicht. Da bekommt sie womöglich noch Angst.

Vielleicht wäre dies auch einfach zu viel Hausmannskost und eine wahnsinnige Zumutung, denn wir dürfen nicht vergessen: Sie hat 8 Augen…und das Auge isst bekanntlich mit. Jedes einzelne.

Sollte sie also demnächst doch das Zeitliche segnen, würde sie selbstverständlich im nächstgelegenen Blumentopf beerdigt werden.

Mögen ihre irdischen wie sterblichen Überreste als eine hervorragende Stickstoffquelle für meine Pflanzen dienen.*

Hach, welch romantische Vorstellung!

Ich geh‘ gleich mal nachschauen, was Fräulein Langbein so macht.

 

 

 

*Post Scriptum:

Ich bitte an dieser Stelle den geneigten Leser, von Blumen und Kondolenzschreiben abzusehen. Kommentare, Geld**- und Sachspenden sind aber gern gesehen.

Es dankt die Autorenschaft.

 

 

 

** Bitte auf nirgends genanntes Konto überweisen.