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Zuckerpüppchen (05.09.2016)

 

 

Feierabend?

Feierabend! Hoffentlich regnet es nicht schon wieder.

Ein kurzer Blick nach draußen folgte meinen vorschnellen, augenscheinlich zu optimistisch gewählten Worten. Jähe Ernüchterung machte sich breit:

Ok, es regnet doch schon wieder. Ein bisschen. Pünktlich zum Feierabend.

Ich stiefelte forschen Schrittes gen Ausgang.

Wir sind ja nicht aus Zucker!“ , sprach ich mehr mir selbst aufmunternd zu und tauchte in den kräftigen, teils sich ineinander aufreibenden und dadurch fein versprühenden Regentropfenschleier ein, der alles augenblicklich durchnässte.

Nun, der Schirm lag natürlich zu Hause. Noch nicht einmal im Auto sozusagen, was mir an dieser Stelle aber auch nicht sonderlich viel mehr Lorbeeren eingebracht hätte. Lediglich der gute Wille hätte noch zählen können. Den Wetterbericht von gestern hatte ich heute am Morgen somit ganz offenkundig komplett ignorieren können. Wie schön.

Dann wird der Schirm wenigstens nicht nass“ , hörte ich noch sagen.

Jupp, da war was dran.

Etwas angefeuchtet sprang ich schließlich nach einer ausgiebigen wie unfreiwilligen Dusche ins Auto.

Doch alles befand sich noch an seinem altgewohnten Fleck, stellte ich fest. Vielleicht etwas derangiert, aber nichts schien in perakuter Auflösung begriffen.

Nix Zuckerpüppchen also! Quod erat demonstrandum! 😉

 

 

 

 

 

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Geduscht (20.08.2016)

 

 

Die Polizei ist mittlerweile nicht mehr nur unser Freund und Helfer, nein, nun unterstützt sie uns auch nach bestem Wissen und Gewissen bei unserer täglichen Körperpflege. Man muss noch nicht einmal den Wunsch dazu äußern. Die machen das einfach so. Ganz selbstlos und unbürokratisch. Quasi im Vorbeifahren.

Wie das funktioniert?

Hier eine kleine Anleitung:

Man begibt sich nach draußen an die frische Luft, setzt sich bei einem einsetzenden, kräftigen Regenguss gut 2m vom Straßenrand entfernt auf die Bank eines Buswartehäuschen und wartet, bis eine Streife (ohne Einsatzsignal) vorbeifährt…und das mitten durch eine Pfütze, die sich unterdessen am Straßenrand angesammelt hatte. Und dann braucht man nur ein gewisses Urvertrauen an die physikalische Gesetzmäßigkeit der Verdrängung und etwas Glück, dass es auch weit genug spritzt.

Ist das nicht simpel?

Ja, okay, natürlich hätte man auch ohne Probleme drumherum fahren können.

Ich entsinne mich noch ganz gut daran, dass man mal gelernt hat, bei Wasseransammlungen Rücksicht auf Passanten zu nehmen. Abgesehen davon, dass man nicht unbedingt mit innerorts mindestens erlaubter Höchstgeschwindigkeit durch Pfützen fährt, um nicht aufgrund von Aquaplaning die rechte Bodenhaftung zu verlieren…

Den Delinquenten verpassten glücklicherweise die reichlich aufsprühenden Fluten nur knapp. Reumütig wendete dann aber auch schon der Streifenfahrer und erkundigte sich offenbar nach dem Befinden.

Begeisterung sah zwar anders aus, aber man einigte sich wohl recht zügig darauf, dass es diesmal ohne Duell à la Western gehen würde und man zog seiner Wege.

Dieser neue „Service“ kam hernach nicht sonderlich gut an.

Es duscht anscheinend doch jeder lieber für sich selbst und in den eigenen Vier Wänden.

Allzu verständlich.

Ich lass mir dabei auch ungern von Wildfremden zuschauen. 😉

 

 

 


Eindeutig hydrophil! (19.08.2015)

 

Wäsche darf nass sein, inbesondere dann, wenn sie soeben erst der Waschmaschinentrommel entstiegen (worden) ist.

Soweit, so gut.

 

An meinem freien Tag nutzte ich die Gelegenheit, um nach tagelang anhaltendem, ergiebigem Dauerregen meine Wäsche zum Trocknen* auf den Balkon zu hängen. Kein Regentropfen weit und breit ward mehr gesichtet. Na endlich!

Also nüscht wie raus mit den feuchten Kleidungsstücken…

 

Ich brauchte mich lediglich um meine eigene Achse drehen, schon spürte ich es am eigenen Leibe. Ein ganz feiner Sprühnebel benetzte just in diesem Moment einsetzend meine Haut.

Klar! Soll ich dazu noch etwas sagen?!

Habt ihr eigentlich schon einmal innerlich der Wetterfee den Mittelfinger gezeigt? Gut, die Höflichkeit gelobt es, diesen einer (wahrscheinlich bedeutend älteren) Dame nicht unter die Nase zu halten….aber manchmal….juckt es ganz fies in beiden Händen!

Ich krallte mir also flugs den Wäscheständer und hangelte mich ins Wohnzimmer zurück.

 

Kaum merklich später ging wieder jener ergiebige Regen herunter- wie schon an den letzten beiden Tagen. Der feinperlige Vorbote war wohl eine nette Warnung der oben bereits geschilderten Verdächtigen. Sollte ich ihr dankbar sein? Vielleicht. Ich geh mal ganz tief in mich…

 

 

 

*…man beachte die Betonung der Absicht darlegenden Elemente dieses Satzes