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Kein Kuchen… (10.06.2017)

 

 

….ist auch keine Lösung!*

 

Heute erst auf einem Schild gelesen.

Beachtet man die doppelte Verneinung im Satz, käme man schlussendlich auf jene Quintessenz, dass Kuchen eine Lösung sei.

Also, entweder liegt hier eine glatte Lüge vor- Kuchen in seiner angestammten Form zählt nun einmal zu den Feststoffen- oder jemand ist nicht des Backens fähig. Oder: Es liegt ein „Lava“-Küchlein mit flüssigem Kern vor. Dann würde ich es mit beidseits (genießerisch) zugedrückten Augen zu Teilen akzeptieren…nachdem ich probieren durfte.

Wafff? Dafff war niffff allefff fffür mifff?

 

Und ja: Ich habe den Sinn dahinter verstanden. 😉

Kuchen for president! Oder so ähnlich.

 

 

 

*Ich habe trotzdem keinen gekauft.

 

 

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Süße Sünde (18.09.2015)

 

Schokokuchen macht nicht nur dick, sondern auch >>Aua!<<.

Großes >>AUA!<<.

Bekanntlich bestraft der Herr alle Sünden umgehend. Pech gehabt, du schwaches Fleisch! Nun ziert dich eine Brandblase.

‚Ein richtig feiner, total schokoladiger Schokoladenkuchen (die Dopplung ist Absicht) sollte es werden‘, dachte ich mir im Hinblick auf den angekündigten Besuch.

Natürlich selbstgemacht! Ok…die Butter habe ich nicht selbst hergestellt, und auch kein Getreide gemahlen, keine Zuckerrübe ausgequetscht, keine Eier gelegt, keine….

Und natürlich auch unter vollständigem Verzicht auf jegliche Kalorie…fast…ok, ertappt…aber ich habe extra weniger Zucker genommen, als im Rezept stand! Sonst wäre es wohl ein Bonbon geworden.

Nun schreibe ich also diese Zeilen und leide.

Ihr könnt echt froh sein, dass ich überhaupt noch schreiben kann! Für die analogen Freunde unter euch…es ist übrigens nur die linke Hand (ich schreibe wie ca. 85-90% der Bevölkerung mit Rechts). 🙂

Wäre ich in sozialen Netzwerken umtriebig, hätte ich jetzt sicher einen post zwischen all die vor mir abgeladenen „Sitze gerade auf dem Klo.„, „Ich esse gerade Nudeln.„, „Ich sitze auf dem Klo und esse Nudeln.„, oder „Mir ist langweilig!“ gesetzt.

Folgender Wortlaut hätte mir vorgeschwebt:

OMG! Habe mich beim Backen voll krass verbrannt. Bestimmt 0,0001% meiner Hautoberfläche sind betroffen. Muss ich jetzt sterben? Müssen wir jetzt alle sterben, weil die Welt untergeht?!!

Wie gesagt: Ich leide. *Tränendrüse ausquetsch*

Sinnigerweise habe ich mich auch nicht am Backblech oder dem Ofenrohr verbrannt. Nein! Beim Abschmecken (aka Kosten) des vorsichtig aufgekochten Kakao-Puderzucker-Butter-Milch-Gussgemisches. Finger auf den Probierlöffel und zack…holla, war das noch heiß!

ABER: Sündhaft lecker, sag‘ ich euch.

 

 


Alltagsflucht (06.09.2015)

 

Diesen Samstag durfte ich seit langem mal wieder der Jetztwelt entfleuchen und habe mich postwendend in die fernere Vergangenheit projiziert. Genauer gesagt ins Mittelalter.

 

Gut, Spötter werden just in diesem Moment den hochweisen Zeigefinger gen Himmel strecken und mit spitzer Zunge anmerken: „Zumindest das, was Menschen der heutigen Zeit unter einem Leben im Mittelalter verstehen!

Meinethalben ist vieles romantisch verklärt, aber mal ehrlich….wollen wir rein zum Freizeitvergnügen ein bisschen Pestepedemie oder die Brandschatzung von Häuseransammlungen nachspielen? Ich glaube, darauf kann der Großteil der Bevölkerung ohne Magengrummeln bedenkenlos verzichten.

 

Itzo rief hernach Kaiser Otto nach Magdeburg und auch ich folgte erwartungsfroh der bunten Schar. Für mich stellte dieses Fest eine Premiere dar.

Ich wurde auch nicht enttäuscht. Das weitläufige Gelände mit der Einbeziehung des Domes, des Klosters und der Festung Cleve (eigentlich Festung Gebhardt) wusste zu gefallen.

Gehüllt in einen schwarzen, fast bodenlangen Wollumhang schlich ich übers Gelände. Der ebenso schwarze Dreispitz auf dem Haupte erwies mir bei zeitweiligen Schauern gute Dienste….und brachte mir zudem einige Blicke von fasziniert interessiert (ein Besucher war zutiefst begeistert….ihr seht: Rüschen und Gedöns können getrost zu Hause gelassen werden) bis eher scheu ein. Ich Rampensau vor dem Herren…*gnihihi*

Da ich auf Arbeit gefühlt mancherlei Hexenwerk veranstalten muss, damit alles funktioniert, habe ich mir gleich auch noch einen passenden Ablassbrief von Bruder Ignatius (Pontifex Minimus) erworben, der mich für 365 Tage von dieser Sündenlast befreien soll…mein Freibrief quasi für das nächste Jahr. Ein kleiner Plausch war auch noch drin. Das Höllenfeuer kann mich jedenfalls gerade mal kreuzweise. *lange Nase mach*

Die angebotenen Führungen auf dem Gelände nahm ich ebenfalls dankend an und durfte so auch ein paar kleine Nebeninformationen zu Magdeburg aufschnappen, die einem anderweitig nicht gleich als allererstes unter die Nase gerieben werden. Solltet ihr euch auch einmal bei dieser Festivität einfinden: Kann ich nur empfehlen! Gerade der Oberst Dietrich von Falkenberg (er reinkarniert hierfür jedes Jahr) agiert mit viel Herzblut.

Künstlerisch kreativ war auch der „Fürstenball“ auf dem Fürstenwall. Verschiedene wichtige Persönlichkeiten Magdeburgs waren hier anzutreffen…neben Otto von Guericke (der Vakuumkopf glaubt immer noch, dass das Fest ihm gewidmet worden sei…Kaiser Otto war davon nicht ganz so begeistert), Friedrich von der Trenck (der olle Knastbruder), Doktor Eisenbarth (das Elixier gegen Dummheit hat er immer noch nicht fertig ertüftelt), Mechthild von Magdeburg (Mystik und Christentum gehen doch zusammen) und ein paar mehr stand selbstredend auch Kaiser Otto samt Gemahlin am Platze. Ich wollte immer schon den Walter von der Vogelweide persönlich treffen…vielleicht bisschen angestaubt, aber sonst einwandfrei.

 

Viel zu schnell sind die medievalen Stunden in der Endlichkeit zerflossen. Ab morgen hat mich der Alltag wieder fest im Griff….nur eins bleibt hochaktuell gültig: Der Ablassbrief für Zauberei und Hexenwerk.

Gehabt euch wohl, treue Gefolgschaft!